Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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Anhang  zum  II.  Kapitel.

festzustellen,  die  ein  Zug  von  gegebener  Länge  zum  Vorbeifahren  an  dieser
Stelle  benötigt.  Das  Folgen  des  Zuges  von  Ort  zu  Ort  entspricht  dem  Folgen
einer  Münze  von  Person  zu  Person,  während  das  Beobachten  der  Vorbeifahrt
des  Zuges  an  einem  Punkte  mit  dem  Beobachten  der  Umsatzrate  des  Geldbeutels ­
  einer  Person  vergüchen  werden  kann.  Wir  können  diese  zwei  Methoden
als  die  „Münzenübertragungsmethode“  und  die  „Personenumsatzmethode“
unterscheiden.  Beide  Methoden  ergeben,  wenn  richtig  angewandt,  dasselbe
Resultat.  Bei  der  Münzenübertragungsmethode  wird  jedoch  gewöhnlich  ein
wichtiger  Unterschied  übersehen,  nämlich  der  Unterschied  zwischen  dem
Brutto-  und  Nettoumlauf  des  Geldes.  Was  wir  haben  wollen,  ist  die  Rate,  zu
der  Geld  für  den  Einkauf  von  Gütern  verwendet  wird  und  nicht  die  „Umwechslung ­
  in  kleinere  Münzsorten“.  Das  Ergebnis  ist  der  Unterschied  zwischen
der  Anzahl  der  Male,  die  jedes  Geldstück  seinen  Besitzer  gegen  Güter,
und  der  Anzahl  der  Male,  die  es  seinen  Besitzer  mit  Gütern  wechselt.
Wenn  eine  Zehndollarnote  für  den  Einkauf  von  Waren  umgesetzt  und
$  2  „herausgegeben“  werden,  so  kann  das  wirkliche,  für  Güter  ausgegebene
Geld  weder  mit  $  12,  der  Bruttogeldübertragung,  noch  mit  $  10,  dem
gegen  Güter  umgesetzten  Bruttobeträge,  gemessen  werden,  sondern  nur
mit  $  8,  dem  für  Güter  gezahlten  Nettobeträge.  Wollen  wir  bei  der
Münzenübertragungsmethode  die  durchschnittliche  Umlaufsgeschwindigkeit
zweier  Geldstücke  ermitteln,  sagen  wir  von  einem  Dollar  und  einem  Zehncentstücke, ­
  so  müssen  wir  nicht  nur  die  VeWoumsatzrate  jeder  Münze  finden,
sondern  auch  die  Verschiedenheit  der  Kaufkraft  der  beiden  Münzen  erwägen.
Nehmen  wir  an,  daß  der  Dollar  während  eines  Jahres  115  mal  gegen  Güter
und  15  mal  mit  Gütern  ausgegeben  wird,  so  daß  seine  Nettoumlaufsgeschwindigkeit ­
  115  —15  oder  100  ist.  Wenn  wir  nun  die  Geschwindigkeit  des  Zehncentstückes ­
  mit  290  —  90  oder  200  annehmen,  so  muß  bei  der  Durchschnittsgeschwindigkeit
  der  beiden  Münzen  ihr  verschieden  hoher  Wert  irgendwie
berücksichtigt  werden.  Ein  Dollar  ist  das  Äquivalent  von  zehn  Zehncentstücken. ­
  Um  den  tatsächlichen  Durchschnitt,  das  heißt  den  Durchschnitt
des  von  beiden  geleisteten  Dienstes  zu  erhalten,  ist  also  seine  Umlaufsgeschwindigkeit ­
  zehnfach  zu  „wiegen“.  Die  Nettozirkulationsrate  von
100  für  den  Dollar  ist  gleichwertig  der  Nettoumlaufsgeschwindigkeit
von  100  für  jedes  einzelne  der  zehn  Zehncentstücke.  Daraus  folgt,
daß  die  Durchschnittsgeschwindigkeit  der  beiden  Münzen  ^  ^
ist,  ein  Ergebnis,  das  der  Geschwindigkeit  des  Dollars  viel  näher  kommt
als  der  des  Zehncentstückes.  Werden  diese  beiden  Sicherheitsmaßregeln
gegen  Irrtümer  bei  der  Münzenübertragungsmethode  angewandt,  so  ist
            
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