Beziehungen der Kaufkraft des Geldes zur Verkehrsgleichung.
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die Quantitätstheorie sind durch das mangelhafte Verständnis seitens derer
erleichtert worden, die sich auf diese Weise zugunsten einer unhaltbaren
Sache auf sie beriefen.
Nach meiner persönlichen Überzeugung kann es kaum eine gefähr
lichere und in letzter Linie verderblichere geistige Voreingenommenheit
geben, als eine solche, die eine gesunde Praxis durch Verleugnung gesunder
Prinzipien aufrechterhalten will, weil einige Denker von diesen Prinzipien
eine falsche Anwendung machen. Auf jeden Fall gibt es für das wissen
schaftliche Denken keine andere Alternative, als die ungeschminkte Wahr
heit zu finden und zu konstatieren.
Die Quantitätstheorie wird in der Verkehrsgleichung (equation of
exchange), zu deren Analyse wir nun übergehen, klarer gestellt werden.
Die Verkehrsgleichung ist eine in mathematischer Form ausgedrückte
Darlegung der gesamten Transaktionen, die in einer gewissen Periode in
einem bestimmten Gemeinwesen vollzogen werden. Man erhält sie einfach
durch Summierung der Verkehrsgleichungen aller individueller Transak
tionen. Nehmen wir z. B. an, daß eine Person 10 Pfund Zucker zu 30 Pfen
nigen per Pfund kauft. Dies ist eine Austauschtransaktion, in der 10 Pfund
Zucker als gleichwertig mit 300 Pfennigen betrachtet werden, und diese Tat
sache wird folgendermaßen ausgedrückt: 300 Pfennige = 10 Pfund Zucker
multipliziert mit 30 Pfennigen per Pfund. Jeder andere Kauf und Verkauf
kann in derselben Weise ausgedrückt werden, und wenn wir diese Posten
zusammenaddieren, erhalten wir die Verkehrsgleichung für eine gewisse
Periode in einem bestimmten Gemeinwesen. Während dieser nämlichen
Periode kann indessen das nämliche Geld für mehrere Transaktionen dienen,
und gewöhnlich ist dies der Fall. Aus diesem Grunde ist die Geldseite der
Gleichung natürlich größer als der Gesamtbetrag des in Umlauf befindlichen
Geldes.
Die Verkehrsgleichung betrifft alle während einer bestimmten Zeit
durch Geld gemachte Einkäufe in einem gewissen Gemeinwesen. Nach wie
vor wollen wir von Schecks oder von irgendeinem anderen Zirkulations
medium, mit Ausnahme des Geldes, sowie vom Außenhandel absehen und
uns auf den Handel innerhalb eines hypothetischen Gemeinwesens be
schränken. Später werden wir diese Faktoren wieder in unsere Erörterungen
einschließen, indem wir mittelst einer Beihe von Näherungen durch auf
einanderfolgende hypothetische Voraussetzungen zu den gegenwärtig herr
schenden Verkehrsbedingungen vorschreiten. Wir dürfen natürlich nicht
vergessen, daß die Schlüsse, die in jeder folgenden Näherung ausgedrückt
sind, einzig und allein für die speziell angenommene Hypothese gelten.