Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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Anhang  zum  VII.  Kapitel.

sind,  ein  gesetzlich  festgelegtes  Verhältnis  sei  nur  dem  bereits  bestimmten
System  von  Angebot  und  Nachfrage  auferlegt,  und  die  damit  beweisen
wollen,  daß  ein  solches  Verhältnis  von  vornherein  versagen  muß.  Dies
ist  eine  Lieblingsanalogie  der  Verfechter  des  Monometallismus.  Sie  ist
unrichtig,  doch  bedingt  diese  Unrichtigkeit  nicht  notwendigerweise  die
Unrichtigkeit  der  seitens  der  Anhänger  des  Monometallismus  gezogenen
allgemeinen  Schlüsse.  Gold  und  Silber,  oder  zwei  beliebige  andere  zu  Geldzwecken ­
  dienende  Waren,  haben  keinerlei  Analogie  mit  zwei  gewöhnlichen,
einander  nicht  verwandten  Artikeln;  sie  haben  selbst  mit  zwei  Substituten
keine  vollkommene  Analogie,  da  für  den  Konsumenten  bei  zwei  Geldarten
kein  natürliches  Substitutionsverhältnis  besteht.  Es  scheint  daher  die
Möglichkeit  für  ein  künstliches  Verhältnis  gegeben  zu  sein.  Wir  werden
jedoch  sehen,  daß  einem  künstlichen  Verhältnis  Grenzen  gezogen  sind,  über
die  hinaus  es  versagen  muß.
§  2  (zum  VII.  Kapitel,  §  2).
Grenzen  der  Verhältnisse,  innerhalb  deren  der  Bimetallismus
möglich  ist.
Eine  Veränderung  des  Verhältnisses  wird  durch  eine  Rekonstruktion
unserer  Reservoire  in  neue  Einheiten  veranschaulicht,  doch  können  wir
ohne  die  Mühe  einer  Umgestaltung  unseres  Schaubildes,  wie  es  gegeben
ist,  die  Grenzverhältnisse  darstellen,  innerhalb  deren  der  Bimetallismus
möglich  ist.  Gesetzt  den  Fall,  daß  der  Film  in  Figur  7  b  zuerst  nach  seiner
äußersten  rechten  Grenze  und  dann  nach  seiner  äußersten  linken  Grenze
getrieben  und  daß  in  jedem  Falle  dauerndes  Gleichgewicht  erlangt  wird..
In  dem  einen  Falle  gibt  es  ein  Agio  auf  Gold,  in  dem  anderen  ein  Agio  auf
Silber.  Diese  Agios  bezeichnen  die  Abweichungen  von  dem  gegebenen
Verhältnis,  die  ohne  den  Bimetallismus  zu  zerstören  möglich  sind.  Nehmen
wir  also  an,  daß  das  gesetzliche  Verhältnis  des  Silbers  zum  Golde  und  das,
zu  dem  das  Schaubild  konstruiert  wurde,  32  zu  1  betrug  und  daß,  wenn
sich  der  Film  nach  der  linken  Grenze  bewegt,  der  Abstand  des  Goldniveaus
unter  00  um  7 / 8  größer  ist  als  der  Abstand  des  Silberniveaus,  während  er
an  der  rechten  Grenze  5 / 4  beträgt.  Somit  kann  das  Verhältnis  32  zu  1
zwischen  den  Faktoren  7 / 8  von  32  zu  1  und  s / 4  von  32  zu  1  verändert  werden
und  der  Bimetallismus  würde  sich  zu  jedem  Verhältnis  zwischen  32  X  7 /s
zu  1  und  32  x  s /4  zu  1,  d.  h.  zwischen  28  zu  1  und  40  zu  1  bewähren.  Ein
Verhältnis  unter  28  zu  1,  wie  das  berühmte  16  zu  1,  würde  den  Goldmonometallismus ­
  schüeßlich  in  Silbermonometallismus  umwandeln,  in  der  ent ­
            
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