Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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Anhang  zum  X.  Kapitel.

Aussage  gestatten,  daß  H  bei  einem  Gleichbleiben  aller  Q  konstant  bleibt
und  daß  P  wie  die  andere  Seite  der  Gleichung  variieren  wird.  Für  diese
Formeln  versagt  E  als  zuverlässiger  Index  der  Q,  denn  jedweder  Fehler
nach  der  einen  Richtung  zieht  einen  entsprechenden  Fehler  in  P  nach  der
entgegengesetzten  Richtung  nach  sich.
Probe  2  erscheint  daher  in  gewisser  Hinsicht  die  wichtigste  aller  acht
Proben  für  Preise  zu  sein,  obgleich  sie  ursprünglich  nicht  in  Preisen,  sondern
in  Quantitäten  aufgestellt  war.  Sie  ist  die  einzige  Probe,  die  die  Art  des
erforderlichen  Wägens  angibt.  Während  diese  Probe  jede  noch  so  sehr  abweichende ­
  Einzelveränderung  in  Preisen  gestattet,  schreibt  sie  ganz  genau
die  Bedingungen  vor,  die  uns  zu  der  Erklärung  berechtigen,  daß  eine  Veränderung ­
  in  G  oder  in  den  beiden  U  oder  in  allen  Q  in  einem  gegebenen
Verhältnis  auf  die  Preise  „im  Durchschnitt“  in  demselben  Verhältnis  einwirkt ­
  (auf  G  und  U  natürlich  direkt  und  auf  die  Q  indirekt).
Tatsächlich  gibt  Probe  2  die  wahre  Form  einer  Preisindexziffer  an,  wie
sie  die  Verkehrsgleichung  unter  allen  möglichen  Umständen  —  ausgenommen
wenn  die  Q  in  ungleichem  Verhältnis  variieren  —  vorschreibt.  Sie  zeigt  auch
die  erforderlichen  richtigen  Gewichte  an.  Man  kann  sagen,  daß  diese  Gewichte ­
  wechselseitig  entweder  von  den  oder  von  den  Q 0  abhängen.  Die
von  den  Q x  ausgehende  Formel  ist  Formel  Nr.  11,  die  von  den  Q 0  ausgehende
ist  Formel  Nr.  12.  Wenn  die  Q 1  und  Q 0  proportional  sind,  wird  jede  der
beiden  Formeln  vollkommen  befriedigen,  und  wenn  dies  nicht  der  Fall
ist,  so  kann  deren  Abweichung  nicht  nennenswert  sein.  Wenn  sich  aber
die  Q  ungleich  verändern,  dann  scheint  es  eine  zufriedenstellende  Formel
nicht  zu  geben.  Unter  diesen  Umständen  stehen  die  beiden  Gewichtssysteme,
das  eine  in  und  das  andere  in  Q 0  ausgedrückt,  in  Widerspruch.  Wie  aber
Edgeworth x )  bewiesen  hat,  ist  dieser  Widerspruch  nur  ein  geringer.  In  der
Tat  sind  die  Gewichte  zur  Festsetzung  einer  Preisindexziffer  von  viel  geringerer ­
  Bedeutung  als  die  Preise  selbst.
Die  Erörterung  der  Probe  2  wird  in  §  7,  woselbst  die  verschiedenen
Formen  von  Indexziffern  einem  Vergleich  unterzogen  werden,  nochmals
aufgenommen.
J )  Report  oj  the  British  Association  for  the  Advancement  of  Science,  für  das  Jahr  1887,
S.  288—292,  und  für  1888,  S.197—198,  200,  202,  203  und  206.  Edgeworth  legt  in  dem
von  ihm  angeführten  Falle  dar,  daß  ein  „Irrtum“  in  den  Gewichten  bei  der  sich
ergebenden  Indexziffer  nur  ein  Zwanzigstel  beträgt,  während  ein  „Irrtum“  in
den  Preisen  selbst  bei  der  sich  daraus  ergebenden  Indexziffer  einen  vier-  oder  fünfmal
so  großen  „Irrtum“  verursacht.
            
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