Full text : Die Kaufkraft des Geldes

18

II.  Kapitel.

dieses  Gewicht  (Geldbörse)  hängt,  stellt  die  Leistungsfähigkeit  dieses  Geldes
oder  dessen  Umlaufsgeschwindigkeit  dar.  Auf  der  rechten  Seite  befinden
sich  drei  Gewichte  —  Brot,  Kohle  und  Tuch,  die  durch  einen  Brotlaib,
einen  Kohleneimer  und  einen  Ballen  Tuch  sinnbildlich  dargestellt  sind.
Der  Wagebalken  oder  die  Entfernung  jedes  einzelnen  Gewichtes  vom  Drehpunkte ­
  der  Wage,  repräsentiert  dessen  Preis.  Um  den  Hebelarm  zur  Rechten
nicht  unverhältnismäßig  lang  zu  gestalten,  haben  wir  es  zweckmäßig  gefunden, ­
  die  Maßeinheit  der  Kohle  von  Tonne  auf  Zentner  und  diejenige  des
Tuches  von  einem  Meter  (yard)  auf  den  dritten  Teil  eines  Meters,  resp.  auf
einen  „Fuß“  (foot)  zu  reduzieren  und  dementsprechend  die  Anzahl  der  Einheiten ­
  zu  erhöhen.  (Das  Ausmaß  der  Kohle  wird  von  10,000,000  Tonnen
auf  200,000,000  Zentner  und  das  Maß  des  Tuches  von  30,000,000  Yards
auf  90,000,000  Fuß  reduziert.)  In  der  neuen  Einheit,  in  Zentnern  beträgt
der  Preis  der  Kohle  25  Cents  per  Zentner  und  der  Preis  des  Tuches  für  einen
„Fuß“  ist  33V 3  Cents  per  Fuß.
Die  Tendenz  zur  Senkung  ist  bekanntlich  bei  einer  im  Gleichgewicht
befindlichen  Wage  nach  beiden  Richtungen  die  gleiche.  Jedes  Gewicht  löst
auf  der  Seite,  auf  der  es  sich  befindet,  eine  Tendenz  zur  Abwärtsbewegung
aus,  deren  Stärke  durch  das  Produkt  aus  der  Länge  des  Wegearms  mit  dem
Gewichte  zu  messen  ist.  Das  Gewicht  zur  Linken  bewirkt  auf  dieser  Seite
eine  durch  das  Produkt  5,000,000  x  20  gemessene  Tendenz,  während  die
Gewichte  zur  Rechten  eine  vereinigte  Gegentendenz  ausüben,  die  dem
Produkte  200,000,000  x  10  +  200,000,000  x  0,25  +  90,000,000  x  0,337s
entspricht.  Die  Gleichheit  dieser  entgegengesetzten  Tendenzen  stellt  die
Yerkehrsgleichung  dar.
Zur  Beibehaltung  des  Gleichgewichts  erfordert  eine  Zunahme  in  den
Gewichten  oder  Armlängen  auf  der  einen  Seite  eine  entsprechende  Zunahme
in  den  Gewichten  oder  Armlängen  auf  der  anderen  Seite.  Dieses  einfache
und  wohlbekannte  Prinzip,  das  hier  auf  die  sinnbildliche  Darstellung  angewandt ­
  ist,  bedeutet,  daß,  wenn  z.  B.  die  Umlaufsgeschwindigkeit  (am  linken
Arme)  unverändert  und  der  Umsatz  (Gewichte  zur  Rechten)  ebenfalls
gleich  bleibt,  jedwede  Zunahme  der  Geldbörse  zur  Linken  die  Verlängerung
einer  oder  mehrerer  Armlängen  auf  der  rechten  Seite,  welche  die  Preise  darstellen, ­
  erfordert.  Wenn  diese  Preise  gleichmäßig  zunehmen,  dann  steigen
sie  in  demselben  Verhältnis  wie  die  Zunahme  an  Geld;  wenn  sie  nicht  gleichmäßig ­
  zunehmen,  werden  einige  mehr  und  andere  weniger  als  in  diesem
Verhältnis  steigen,  so  daß  doch  der  Durchschnitt  erhalten  bleibt.
Es  ist  ebenso  klar  ersichtlich,  daß,  wenn  der  Arm  zur  Linken  sich  verlängert, ­
  und  wenn  die  Geldbörse  sowie  die  verschiedenen  Gewichte  zur  Rechten
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.