Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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II.  Kapitel.

1.  Wenn  U  und  Q  unverändert  bleiben,  während  G  in  irgendeinem  Verhältnis ­
  variiert,  dann  wird  sich  die  Geldseite  der  Gleichung  in  demselben
Verhältnis  verändern,  und  ihre  gleiche  Größe,  die  Güterseite,  muß  sich  daher
in  demselben  Verhältnis  ebenfalls  verändern.  Infolgedessen  werden  sich
entweder  alle  p  in  diesem  Verhältnis  ändern,  oder  es  werden  sich  einige  p
in  diesem  Verhältnis  mehr  und  andere  weniger  verändern,  und  zwar  in  ausreichendem ­
  Maße,  um  einen  Ausgleich  herbeizuführen  und  denselben  Durchschnitt ­
  beizubehalten x ).
2.  Wenn  G  und  die  Q  unverändert  bleiben,  während  U  in  irgendwelchem
Verhältnis  variiert,  dann  wird  die  Geldseite  der  Gleichung  in  demselben
Verhältnisse  variieren  und  ihre  gleiche  Größe,  die  Güterseite,  muß  daher
in  diesem  Verhältnis  ebenfalls  variieren;  demzufolge  werden  alle  p  in  demselben ­
  Verhältnis  variieren,  oder  aber  es  werden  einige  mehr  und  andere
entsprechend  weniger  variieren,  um  einen  Ausgleich  herbeizuführen.
3.  Wenn  G  und  U  sich  nicht  verändern,  so  werden  die  Geldseite  und  die
Güterseite  unverändert  bleiben;  infolgedessen  müssen,  wenn  alle  Q  in  einem
gegebenen  Verhältnis  variieren,  entweder  alle  p  in  dem  entgegengesetzten
Verhältnis  variieren,  oder  einige  davon  werden  sich  mehr  und  andere  entsprechend ­
  weniger  verändern,  um  den  Ausgleich  herbeizuführen.
Wenn  uns  daran  liegt,  können  wir  die  rechte  Seite  noch  weiter  vereinfachen, ­
  indem  wir  sie  in  der  Form  von  PH  schreiben,  wobei  P  einen  gewogenen
Durchschnitt  aller  p  und  H  die  Summe  aller  Q  darstellt.  P  drückt  dann
m  einer  Größe  das  Preisniveau  und  II  in  einer  Größe  das  Handelsvolumen
(volume  of  trade)  aus.  Diese  Vereinfachung  ist  die  algebraische  Auslegung
der  in  Figur  3  gegebenen  mechanischen  Illustration,  in  der  alle  Güter,  statt,
wie  in  Figur  2,  getrennt  aufgehängt  zu  sein,  vereint  an  einem  Durchschnittspunkte
  hängen,  der  ihren  Durchschnittspreis  angibt.
Wir  haben  die  Verkehrsgleichung  GU  =  2p  Q,  für  die  rechte  Seite  durch
Zusammenzählen  der  von  verschiedenen  Personen  verausgabten  Summen  abgeleitet. ­
  Es  hätte  jedoch  die  Verkehrsgleichung  in  derselben  Weise  abgeleitet ­
  werden  können,  wenn  nicht  die  verausgabten,  sondern  die  von  verschiedenen ­
  Personen  empfangenen  Summen  betrachtet  worden  wären.  Wenn
ein  Gemeinwesen  keinen  Außenhandel  besäße,  so  stimmten  die  Ergebnisse
der  beiden  Methoden  überein,  denn  abgesehen  vom  Außenhandel  muß  das,
was  von  einer  Person  in  dem  Gemeinwesen  ausgegeben  worden  ist,  notwendigerweise ­
  von  einer  anderen  Person  dortselbst  empfangen  worden  sein.

D  Über  das  Wesen  des  Durchschnitts,  um  den  es  sich  hier  handelt,  und  über  die
Durchschnitte  in  den  beiden  folgenden  Fällen  vgl.  §  7  des  Anhanges  zu  diesem  (II.)  Kapitel.
            
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