Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Einfluß  der  Depositenumlaufsmittel  auf  die  Gleichung  usw.

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dienen“  kann.  Die  Deponenten  werden  dadurch  nicht  geschädigt,  denn  sie
haben  weder  den  Wunsch  noch  das  Verlangen,  genau  dasselbe  Gold,  das  sie
deponiert  haben,  zurückzuerhalten.  Sie  verlangen  lediglich,  jederzeit  in
der  Lage  zu  sein,  denselben  Betrag  des  Goldes  zu  erhalten.  Wenn  nun  die
Abmachung  der  Deponenten  mit  der  Bank  nicht  die  Zahlung  irgendwelcher
besonderen  Art  von  Gold  sondern  nur  eines  bestimmten  Betrages,  und  dies
nur  gelegentlich,  zum  Inhalte  hat,  so  steht  es  der  Bank  frei,  einen  Teil  des
Goldes,  das  sonst  nutzlos  in  ihren  Kellern  läge,  auszuleihen.  Das  Geld  unbenutzt ­
  liegen  zu  lassen,  bedeutete  eine  große  und  unnötige  Vergeudung  von
Anlagewerten.
Setzen  wir  nun  den  Fall,  die  Bank  entschließe  sich,  die  Hälfte  ihres
Bargeldes  auszuleihen.  Dies  geschieht  gewöhnlich  im  Austausch  gegen  urkundliche ­
  Versprechen  der  Entlehnen  Nun  ist  ja  ein  Darlehen  wirklich  ein
Austausch  von  Geld  gegen  ein  Versprechen,  welches  der  Darleiher  —  in  diesem
Falle  die  Bank  —  an  Stelle  des  Geldes  empfängt.  Nehmen  wir  an,  der  sogenannte ­
  Entlehner  zöge  wirklich  $  50,000  in  Gold.  Die  Bank  tauscht
hierbei  Geld  für  Versprechen  aus,  und  ihre  Bücher  werden  wie  folgt  lauten:

Aktiva
Goldreserven  $  50,000
Versprechen  S  50,000

$  100,000

Passiva
Dem  Deponent  A  schuldig  ....  ?  9,000
Dem  Deponent  B  schuldig  ....  $  11,000
Anderen  Deponenten  schuldig  .  $  80,000
$  100,000

Hieraus  ist  zu  ersehen,  daß  das  in  der  Bank  befindliche  Gold  nur
$  50,000  beträgt,  während  die  Gesamtdepositen  noch  immer  $  100,000
betragen.  Mit  anderen  Worten:  die  Deponenten  haben  nun  mehr  deponiertes ­
  Geld  als  die  Bank  in  ihren  Kellern!  Wie  wir  aber  beweisen,  involviert
diese  Ausdrucksweise  in  dem  Worte  „Geld“  einen  landläufigen  Irrtum.
Etwas  Gutes  liegt  hinter  jedem  Darlehen,  es  muß  aber  nicht  notwendig
Geld  sein.
Nehmen  wir  weiter  an,  daß  die  Entlehner  in  gewissem  Sinne  gleichfalls
Deponenten  werden,  indem  sie  die  geliehenen  $  50,000  Bargeld  für  das
Recht,  auf  Verlangen  dieselbe  Summe  zu  ziehen,  wieder  deponieren.  Mit
anderen  Worten:  wir  nehmen  an,  daß  sie  nach  Entleihung  der  $  50,000
von  der  Bank  diese  Summe  der  Bank  zurückleihen.  Die  Aktiven  der  Bank
erhöhen  sich  also  um  $  50,000,  und  ihre  Verbindlichkeiten  (oder  der  erweiterte ­
  Kredit)  werden  in  gleichem  Maße  erhöht.  Die  Bilanzen  gestalten
sich  somit  folgendermaßen:
            
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