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Pestkarbunkel und septichämische Pest werden nur wenig an
getroffen; alle übrigen Arten gehören zu den größten Seltenheiten.
Die ungünstigste Prognose bieten Dungen-, Darm-, Augenpest und
dergleichen; die Bubonenpest dagegen weist eine verhältnismäßig
niedrige Sterblichkeitsziffer auf. Die sich bei der Bubonenpest
bildenden Beulen liegen zumeist in der Leistengegend; öfters sodann
werden die Achsel- und Halsdrüsen befallen, weit seltener die Parotis,
Glandula submaxillaris, Glandula cubitalis usw. und nur ganz aus
nahmsweise Mandel- und Kniebeugedrüsen (Tab. IX und X).
Tabelle XI.
Die Pestfälle i8g8—igog nach dem Geschlecht.
Volksstamm
Geschlecht
Erkran- Todes-
kungen fälle
absolut absolut
Erkran
kungen
relativ
Von 100 männ
lichen bez. weib
lichen Erkrank
ten starben
J apaner
männlich
785 446
62,20
56,82
weiblich
477 290
37,80
60,80
zusammen
1 262 736
Formosaner
männlich
12 348 5 830
46,54
79,61
weiblich
14 184 11 563
53,46
81,52
zusammen
26 532 17 393
b) Auffallend sind die Unterschiede, die sich ergeben, wenn man
J apaner und Formosachinesen hinsichtlich der Geschlechter
mit einander vergleicht. Bei den Japanern nämlich wird, wie dies
auch im Mutterlande der Fall ist, die Pest im allgemeinen häufiger
unter den Männern als unter den Frauen angetroffen; bei den For
mosachinesen ist es umgekehrt: hier kommt die Pest häufiger unter
den Frauen vor als unter den Männern. Über die Ursache dieser
Erscheinung herrscht noch keine Klarheit; jedenfalls wird die ab
weichende Lebensweise und Sitte dabei mitsprechen. Ob und in
welchem Maße die verstümmelten Füße der Frauen steigernden
Einfluß auf die Pestempfänglichkeit haben, läßt sich erst recht nicht
sagen. Die Mortalität der Frauen ist sowohl bei Japanern als auch
bei Formosachinesen ungünstiger als die der Männer (Tab. XI).