Full text : Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

1.  Geographisches.
D as  Generalgouvernement  Formosa  besteht  aus  der  eigentlichen
Insel  Formosa  (Taiwan),  der  Höko-(Pescadores-)Gruppe  und
einer  Anzahl  kleiner  Nebeninseln.  Es  erstreckt  sich  160  km
östlich  von  dem  in  der  chinesischen  Provinz  Fukien  gelegenen  Hafen
Amoy  und  355  km  nordöstlich  von  den  Philippinen.  Die  Hauptinsel ­
  Taiwan  liegt  zwischen  21°  45'  und  25°  38'  n.  B.  und  120°  2'  und
122°  6'  ö.  L.,  die  Höko-Gruppe  zwischen  23°  1'  und  23°  46'  n.  B.  und
119°  18'  und  119°  43'  ö.  E.
Die  größte  Breite  der  Hauptinsel  von  Osten  nach  Westen
ist  etwa  157  km,  während  ihre  Ausdehnung  von  Norden  nach  Süden
ca.  393  km  beträgt.  Bei  einer  Küstenlinie  von  1140  km  hat  sie
einen  Flächeninhalt  von  über  35  750  qkm.  Nebeninseln  besitzt  sie
14;  sie  haben  einen  Gesamtumfang  von  etwa  98  km  und  einen
Flächeninhalt  von  etwa  93  qkm.  Die  Hauptinsel  der  Höko-Gruppe
hat  einen  Umfang  von  rund  114  km  und  einen  Flächeninhalt  von
über  62  qkm  und  mit  ihren  63  Nebeninseln  zusammen  einen  Umfang ­
  von  rund  212  km  und  einen  Flächeninhalt  von  über  62  qkm.
Der  Gesamtflächeninhalt  des  Ganzen  gleicht  also  beinahe  dem
der  Insel  Kiushu.  Auch  die  Bodengestaltung  ist  in  mancher  Beziehung ­
  ähnlich.  So  durchziehen  mächtige  Gebirgsketten  die  Mitte
von  Taiwan  und  teilen  die  Insel  der  Hänge  nach  in  eine  östliche
und  eine  westliche  Hälfte.  Die  östliche  Hälfte  fällt  jählings  ins
Meer  ab,  während  die  westliche  eine  fruchtbare  Ebene  von  ansehnlicher ­
  Ausdehnung  bildet.
Von  den  Gebirgszügen,  die  die  Mitte  der  Insel  durchziehen,
ist  die  Sylvia-Kette  der  mächtigste.  Sie  erhebt  sich  am  Kap  Dom
südlich  Suö  zu  Gipfeln,  die  mehrere  Tausend  Fuß  hoch  sind  —
der  Sylvia-Berg  selbst  erreicht  eine  Höhe  von  etwa  4000  m  —,
macht  eine  kleine  Biegung  nach  Süden  hin  und  zieht  bis  zum  Schneeberg
  (Taisetzu-zan)  weiter,  wo  sich  die  Kette  ein  wenig  nach  Westen
wendet.  Dann  nimmt  sie  die  südliche  Richtung  wieder  an  und  erhebt
            
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