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Pestkranken werden in die teils permanenten, teils provisorischen
Isolieranstalten für Infektionskranke gebracht und hier behandelt;
die Wohnhäuser der Erkrankten werden desinfiziert und eine Woche
lang für den Verkehr gesperrt, die gesunden Hausgenossen in Beobachtungsanstalten
aufgenommen oder nach erfolgter Desinfektion
der Wohnungen in diesen belassen.
Als Desinfektionsmittel dient in der Hauptsache Karbolsäure
und gelöschter Kalk, zuweilen auch Desinfektol, ein aus Kampferöl
hergestelltes, desinfizierendes Mittel.
Für die Handhabung der Vorbeugungsmaßregeln bei den
Formosachinesen hat die Einrichtung der Ho-kö große Dienste
geleistet. Da diese Organisation auf die Japaner nicht übertragen
werden konnte, wurden in Städten, wo Japaner und Formosachinesen
Zusammenleben, als Ersatz Sozietäten zur Bekämpfung
der Pest gebildet.
Da die Art und Weise, in der die an sich als richtig erkannten
Pestmaßregeln gehandhabt werden, nicht nur auf die Volkswirtschaft,
sondern auch auf die inneren politischen Verhältnisse bedeutenden
Einfluß ausübt, z. B. mitunter sogar Unruhen im Volke stiften kann,
so ist aus den höheren Beamten der verschiedensten Verwaltungszweige
eine Kommission zur Bekämpfung der Seuche gebildet worden,
um so durch Beratung und Durchdenkung von den mannigfachsten
Standpunkten her für das richtige Ziel auch die für Volk und Insel
geeignetsten Maßnahmen festzustellen.
Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa.
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