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I. Agkistrodon acutus Günther.
Syn.: Ancistrodon acutus Boul.
Diese Schlange wurde zuerst von Günther, der sie in China ge
funden hatte, beschrieben; 1903 fand man sie auf Formosa. Sie ist
relativ selten und kommt u. a. in den Gebirgsgegenden der Distrikte
Shinchiku, Giran, Kilung, Nanto und Köshun vor. Der Kopf ist groß
und löffelförmig, der Scheitel mit 9 breiten Schildern bedeckt. Das
Agkistrodon acutus Günther
Schnauzende ragt, wie die Photographie deutlich zeigt, auffallend
nach oben. Zu beiden Seiten des Kopfes sieht man zwischen Auge
und Nase eine jener tiefen Gruben, die für die Crotalidae charakte
ristisch sind. Der lange und kräftige Giftzahn ist durchbohrt. Der
Leib ist von 21 Reihen gekielter Schuppen bedeckt und zeigt eine
deutliche pyramidenförmige Zeichnung. Der Schwanz ist kurz und
auf der Endhälfte mit hornigen Schuppen bedeckt. Manche Exem
plare sind sehr dick und über 120 cm lang. Die Giftdrüse enthält
eine große Menge Flüssigkeit, die beim Eintrocknen ca. 74% an
Wasser verliert und in Form von halbdurchsichtigen, grauweißlichen