Full text: Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands

34 
Einkommen 
pro Ein- Steuer Prozent 
wohnerkopf 
Spanien 120 16,1 13,4 
Italien 104 25,5 24,5 
Portugal 101 17,0 16,8 
Balkanstaaten 101 12,3 12,2 
Griechenland 93 17,0 18,3 
Rußland 63 12,4 19,6 
Aus dieser Tabelle ersehen wir, daß kein einziges Land ein 
so geringes Einkommen pro Kopf der Bevölkerung aufzuweisen 
vermag, wie Rußland; anderseits wird aber von keinem Staate 
(Italien ausgenommen) ein so beträchtlicher Teil des Einkommens 
für Verwaltungszwecke verwendet, wie dies in Rußland der Fall 
ist. Nur in Italien drückt also die Steuerlast stärker als bei uns. 
Es ist aber viel leichter, 25 °/o der Einnahme abzugeben, wenn 
diese 104 Rubel (Italien), als nur 20°/o, wenn sie bloß 63 Rubel 
(Rußland) ausmachen. Im ersten Falle bleiben für die übrigen 
Bedürfnisse jedes Einwohners noch ca. 80, bei uns aber nur 
ca. 50 Rubel übrig. Alle anderen Länder verbrauchen für Ver 
waltungszwecke einen viel kleineren Teil ihrer Einnahmen. Be 
sonders interessant ist der Vergleich zwischen Rußland und einigen 
anderen Staaten, vor allem mit denjenigen, die die ganze Last 
des bewaffneten Friedens tragen: 
Staat 
Einkommen 
Rubel 
Steuer 
Rubel 
Prozent 
England 
• • 273 
29,3 
10,7 
Frankreich 
35>° 
15.0 
Deutschland . . . . 
. . 184 
23,6 
12,8 
Oesterreich . . . . 
. . 127 
18,9 
i4,9 
Italien 
25.5 
24,5 
Rußland 
. • 63 
12,4 
19,6 
Aus diesen Zahlen folgt, daß die ersten vier Staaten verhält 
nismäßig leicht die Last des bewaffneten Friedens tragen. Italien 
und Rußland dagegen (besonders das letztere) tragen im Vergleich 
zu ihren Kräften eine übermäßige Last. Sie ersticken unter der 
Schwere ihrer Rüstung. Im Kriegsfall stehen sie erschöpft und 
ermüdet von ihrem allzu schweren Rüstzeug da. 
Eine weitere Gruppe bilden diejenigen Kolonialstaaten, mit 
denen Rußland auf dem Weltmarkt konkurriert:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.