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dünger verbraucht, als irgendein anderes Land der Welt,
so lässt sich leicht zeigen, dass sie noch erheblich
grössere Mengen aufnehmen könnte.
Der Stickstoffgehalt der deutschen Ernte wird auf
2,5 Millionen Tonnen geschätzt. Etwa 1,5 Millionen
davon kehren durch natürliche Düngung in den Boden
zurück, während eine Million Tonnen durch die Flüsse
den Meeren zufliesst, um den Fischen als Nahrung zu
dienen, oder auf andere Weise der Landwirtschaft ver
loren geht. Wenn nun auch durch die Gewitter eine
nicht unbeträchtliche Menge Stickstoff in Form von
salpetriger Säure gebunden und durch die Bakterien
der Leguminosen erhebliche Mengen dem Boden aus
der Luft zugeführt werden, so beträgt der in Form
Von Salpeter und Ammoniak zugeführte Stickstoff doch
nur 150 000 Tonnen, also etwa den siebenten Teil jener
Million. Wollte man aber auf den 180 Millionen Hektar
deutschen Getreide- und Kartoffellandes rationelle In
tensivwirtschaft betreiben, um jenen Auslandstribut an
landwirtschaftlichen Produkten zu vermindern, so könnte
man gut die zehnfache Menge des jetzt künstlich zuge
führten Stickstoffdüngers unterbringen, ohne eine schäd
liche Konkurrenz auf dem Stickstoffmarkt befürchten zu müssen.
Unter diesen Umständen hat es nicht an Versuchen Luftsalpeter
gefehlt, den Stickstoff, der uns in der Luft in unge
messenen Mengen zur Verfügung steht, auf syntheti
schem Wege in assimilierbare Form zu bringen, was
noch dadurch eine erhöhte Bedeutung gewinnt, dass
die chilenischen Salpeterlager in der Zeit von wenigen
Menschenaltern erschöpft sein werden, und dass der
jungfräuliche Boden Amerikas und anderer getreide
bauender Länder mehr und mehr an Stickstoff verarmt.
Ist die technische Elektrolyse auf dem salz- und