Full text : Die deutsche Zigarettenindustrie

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Von  Smyrna  1..nach  Hamburg:  4  Mk.  2.  nach  Triest:  2,80  Mk.
Von  Samsun  1.  nach  Hamburg:  4,80  Mk.  2.  nach  Triest:  3,30  Mk.
Von  Hamburg  mit  der  Bahn  nach  Dresden:  3,28  Mk.  (bei  Sendungen ­
  über  5000  kg:  2,88  Mk.).
Von  Hamburg  mit  Schiff  nach  Dresden:  0,50—0,60  Mk.  (je
nach  Wasserstand).
VonTriestmit  der  Bahn  nachDresden:  5,13Mk.  (bei  Sendungen
über  5000  kg:  4,60  Mk.)
Bei  Transport  einer  Sendung  Tabak  von  einem  der  oben  angeführten ­
  türkischen  Hafenplätze  über  Hamburg  nach  Dresden
würden  sich  demnach  die  Frachtkosten  im  billigsten  Falle  (Elbtransport) ­
  auf  4,50  bez.  5,30  Mk.,  bei  Transport  über  Triest  dagegen
im  billigsten  Falle  auf  7,40  bez.  7,90  Mk.  pro  100  Kilo  belaufen.
Der  Tabak  wird  sogleich  nach  Beendigung  des  Manipulationsverfahrens ­
  aus  der  Türkei  abgeschickt,  da  jeder  Händler,  um  der
Konkurrenz  zuvorzukommen,  möglichst  als  erster  auf  dem  Markte
mit  der  neuen  Ernte  erscheinen  will.  Die  Hauptmasse  alles  türkischen ­
  Tabaks  trifft  deshalb  im  September  und  Oktober  in
Deutschland  ein.  Kleinere  Posten  werden  dagegen  während  des
ganzen  Jahres  importiert.
D.  Übergang  des  Tabaks  in  die  Hände  des  Fabrikanten.
Sogleich  nach  Eintreffen  der  neuen  Ernte  besucht  der  Tabakhändler ­
  oder  sein  kaufmännischer  Vertreter  die  Kundschaft  mit
Mustern,  die  er  dadurch  gewinnt,  daß  er  aus  den  Tabakballen  an
beliebigen  Stellen  Proben  zieht.  Diese  legt  er  unter  Normierung
von  Preisen  für  betreffende  Tabake  dem  Fabrikanten  vor,  der  nun
seinerseits  sein  Gebot  darauf  abgibt.  Glaubt  man  zum  Abschluß
eines  Geschäftes  kommen  zu  können,  so  begibt  sich,  wenn  irgend
möglich,  der  Fabrikant  oder  ein  Vertreter  desselben  in  die  Räume,
in  denen  der  Tabak  noch  unter  Zollverschluß  lagert,  um  sich  nochmals ­
  durch  Entnahme  von  Stichproben  aus  den  Ballen  von  der
Preiswürdigkeit  des  Kaufobjektes  und  vor  allem  davon  zu  überzeugen, ­
  daß  die  Proben  nicht  „geschmeichelt“  waren.
Das  Quantum,  das  der  Fabrikant  einkauft,  wird  durch  die
jeweilige  Konjuktur  des  Tabakmarktes  bestimmt.  Ist  die  zum
Verkauf  stehende  Ernte  qualitativ  gut  und  der  Tabak  trotzdem
billig,  so  sichert  sich  der  Fabrikant  ein  so  großes  Quantum,  wie  es
seine  Mittel  und  sein  Bedarf  für  längere  Zeit  gestatten.  Steht  der
Tabak  dagegen  sehr  hoch  im  Preise  und  ist  der  Fabrikant  noch
mit  Material  versehen,  so  kauft  er  nur  das  Notwendigste.  Im  all ­
            
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