fullscreen : Deutschlands chemische Industrie

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das  wertvolle  Zinnchlorid,  das  in  grossen  Mengen
in  der  Textilindustrie  zum  Beschweren  der  Seide  benutzt ­
  wird,  während  das  zurückbleibende  Eisen  in  die
Hochöfen  zurückkehrt.  Bei  der  starken  Entwicklung  der
Nahrungsmittelkonservierung  hat  diese  Abfallindustrie
grosse  Dimensionen  angenommen.  Es  werden  jährlich
etwa  20  000  Tonnen  Weissblechabfälle  verarbeitet,  und
die  gewonnenen  Produkte  repräsentieren  einen  Wert  von
24  Millionen  Mark.  Ein  schönes  Beispiel,  dass  die
moderne  chemische  Industrie  nichts  umkommen  lässt.
Neben  dem  Chlor  entsteht  bei  der  Alkalielektrolyse  Wasserstoff
noch  ein  zweites  gasförmiges  Produkt,  der  Wasserstoff, ­
  ausgezeichnet  durch  seine  Brennbarkeit  und  sein
geringes  Volumgewicht.  Aber  ein  Jahrzehnt  hat  man
ihn  ungenutzt  in  die  Atmosphäre  entweichen  lassen.  Erst
als  der  kühne  Reitergeneral  Graf  Zeppelin  das  Luftmeer ­
  zum  Tummelplatz  seines  Genius  machte  und  im
Bunde  mit  den  von  der  Automobilindustrie  geschaffenen,
fast  in  jedem  Kilo  die  Kraft  eines  Pferdes  bergenden
Motoren  aus  dem  Wasserstoffballon  Blanchards  den
steuerbaren  Luftkreuzer  schuf,  fand  dieses  leichteste  aller  Luftschiff-Gase
  seine  prädestinierte  Verwendung.  Es  war  ein  fahrt
glücklicher  Zufall,  dass  die  technische  Elektrolyse  den
neuen  Lenkballons,  die  gegenwärtig  einen  Rauminhalt
von  27  000  cbm  erreicht  haben,  sofort  beliebige  Mengen
dieses  Gases  zur  Verfügung  stellen  konnte.
Die  Produktion  dieser  neuen  Industrie  beträgt  mehrere ­
  Millionen  Kubikmeter  im  Jahre.  Allerdings  hat
es  der  Ueberwindung  erheblicher  Schwierigkeiten  bedurft, ­
  diesen  leichten  Stoff,  von  dem  der  Kubikmeter
nur  Vio  kg  wiegt,  auf  grössere  Entfernungen  zu  versenden. ­
  Aber  die  nach  dem  bewundernswürdigen
M  a  n  n  e  sm  an  n  -Verfahren  hergestellten  nahtlosen

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