Full text : Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Kapitel  III.  Die  Assozialisten.

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de  l’homme“  aufzunehmen 1 ),  sondern  sie  hatte  sie  noch  besonders  auf
allen  Gebieten  formell  verboten;  wie  man  weiß,  sind  diese  Verbote  erst
vor  ganz  kurzer  Zeit  in  Frankreich  aufgehoben  worden.  Nichts  stand
daher  mehr  im  Gegensatz  zu  dem  Geist  der  französischen  Revolution
als  die  Vorstellungen,  die  diese  neuen  Gründer  von  Laienorden  wie  Owen,
Fourier  oder  Cabet  beherrschten.
Die  Männer  von  89  waren  übrigens  nicht  so  durchaus  im  Irrtum,
und  es  war  nicht  nur  die  Furcht  vor  dem  Gespenst  der  Zünfte  und  Gilden,
wenn  sie  glaubten,  daß  die  Assoziation  äußerst  gefährlich  für  die  Freiheit ­
  des  Individuums  sei.  Ein  italienisches  Sprüchwort  sagt:  „Wer  einen
Teilhaber  hat,  hat  einen  Herrn“,  und  die  liberale  ökonomische  Schule
hat  diese  Befürchtungen  stets  mehr  oder  weniger  geteilt,  die  sich  übrigens
durch  zahlreiche  despotische  Handlungen  der  Berufsverbände,  sowohl
der  Kapitalistenverbände  wie  der  Arbeitergewerkschaften,  rechtfertigen
lassen.
Wie  ist  es  zu  erklären,  daß  die  Assozialisten  der  ersten  Hälfte  des
Jahrhunderts  derartig  die  Grundsätze  der  Revolution  verleugnen?  Sie
standen  namentlich  und  zwar  noch  mehr  als  Sismondi  und  die  Saint-Simonisten,
  unter  dem  starken  Eindruck  der  damals  neuen  Tatsache
der  Konkurrenz.  Der  Kampf  um  den  Profit  zwischen  den  Produzenten,
und  um  den  Lohn  zwischen  den  Arbeitern,  der  sofort  einsetzte,  als  die
Schranken  der  alten  Zünfte  gefallen  waren,  erschien  ihnen  als  die  große
soziale  Gefahr,  und  mit  einem  äußerst  bemerkenswerten  Scharfsinn
sagten  sie  voraus,  daß  die  Konkurrenz  auf  das  Monopol  der  großen
Kapitalisten  hinauslaufcn  würde 2 ).  Sie  wollten  weder  Konkurrenz  noch
Monopol,  und  gerade  die  Assoziation  erschien  ihnen  (nicht  die  korporative
Assoziation,  um  die  sie  sich  nicht  gekümmert  zu  haben  scheinen,  sondern
die  kooperative  Assoziation)  als  das  einzige  Mittel,  die  Konkurrenz
zu  unterdrücken,  ohne  weder  die  Freiheit  noch  die  Lebensbedingungen
der  Produktion  zu  beeinträchtigen.  Auch  jetzt  kann  man  noch  nicht  sagen,
daß  sie  sich  getäuscht  hätten.

1 )  In  der  „Declaration  des  Droits“  findet  sich:  „die  ^Assoziation“.
Widerstand  gegen  Unterdrückung“  usw.,  aber  nic “ ts  UÜ V  ’’  der  äate sten  und  auf  jeden
Wie  man  weiß,  wurde  die  Berufsgenossensc  .  ,  bekannte  Dekret  von  1791,
Pall  die  demokratischste  Form  der  Assoziation,  <  u  Strafgesetzbuch  von  1810
das  den  Namen  „Le  Chapelier“  trug,  verboten  un  pcrson( , n  vor .  I m  Laufe  des
sah  strenge  Strafen  für  jede  Assoziation  von  me  r  nach  abgeschwächt,  zunächst
19.  Jahrhunderts  wurden  diese  Bestimmungen  uac  dann  für  die  Gewerkschaften,
Ihr  die  Unterstützungsgesellschaften  auf  Gegensei  ig  ’  j uP  mm  aufgehoben.
<>och  sie  wurden  endgültig  erst  durch  das  Konkurrenz,  wie  es  von  einer
2 )  ,,Es  ist  erwiesen,  daß  unser  R^me  *er  dcr  Monopole  dekretiert
unwissenden  Ökonomik  gefordert  und  zwe  ,,  Monopole  in  allen  Geschafts-WlI
 'L  nur  zu  einer  allgemeinen  Organisation  der  8  »“  ,
zeigen  führt“  (Victor  Considerant,  Principes  de  Socialisme,
            
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