Object : Währung und Handel

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denn  nur  dann  wird  eben  zur  Ausgleichung  der  Preisverliältnisse
  der  internationale  Markt  in  Anspruch  genommen
werden  müssen.
Die  Länder  mit  geregelter  Valuta  besitzen  auch  gar
kein  anderes  Mittel  der  Ausgleichung  in  einem  solchen  Falle,
denn  die  Circulation  einlöslicher  Banknoten  kann  angesichts
eines  Edelmetallabflusses  nicht  dauei  nd  vermehrt  werden,  und
bei  ihnen  wirkt  daher  nothwendigerweise  die  durch  den  Abfluss
der  Edelmetalle  herbeigeführte  Preisreduction  mit  ihrer  vollen
Wucht  auf  den  Aussenhandel,  Die  Papiergeldländer  aber
haben  einen  sehr  becpiemen  Ausweg,  ihren  Geldvorrath
ganz  anderswoher  als  vom  Weltmärkte  zu  ergänzen  —  es
ist  dies  die  neuerliche  Anwendung  der  Notenpresse.  Wenn
in  Folge  einer  Werth  Verringerung  des  Circuí  ationsraittel  quantums
die  Tauschkraft  des  Gesammtumlaufes  sinkt,  und  dadurch
im  Vergleiche  zu  dem  früheren  Zustande  eine  Lücke  im  Celdvorrathe
  entsteht,  so  gibt  man  eben  mehr  Papiergeldzeichen
aus  und  hält  dadurch  grossentheils  den  Druck  auf  die
Preise  auf.
Man  darf  daher  von  dieser  Wirkung  des  Edelmetallabflusses ­
  auf  die  Handelsbilanz  in  den  Papiergeldländern  -
und  diese  Wirkung  wäre  eine  gesunde,  denn  sie  bestünde  in  eineithatsächlichen
  reellen  Preisermässigung  —  in  der  Regel  nur
wenig  erwarten  ;  dagegen  tritt  ganz  unfehlbar  und  in  ausschlaggebender ­
  AVeise  jene  AVirkung  hervor,  die  im  zweiten,
dritten  und  vierten  Capitel  beleuchtet  wurde.  Das  Emporschnelleij
  des  Disagios  der  Noten  befördert,  auch  wenn  keine
reelle  Preisermässigung  damit  verbunden  ist,  den  Fxport  und
hindert  den  Import.  An  die  Stelle  der  wirklichen  ti-itt  eine
scheinbare  Productionserleichterung,  und  es  wird  dahei-  der
Export,  trotzdem  er  im  grossen  (lanzen,  ungeachtet  des  Edelmetallabflusses, ­
  nicht  vortheilhafter  betrieben  werden  kann  als
zuvor,  doch  einen  grösseren  Umfang  erreichen  und  der  Import
wird  sinken,  trotzdem  der  Nutzen  aus  demselben  nur  scheinbar
gesunken  ist.
Umgekehrt  würde  sich  die  Sache  verhalten,  wenn  ein
Papiergeldland  eine  günstige  Zahlungsbilanz  besässe  und  nunmehr ­
  die  Edelmetalle  in  dasselbe  einströmen  würden.  Auch
hier  könnte  dieser  Zufluss  direct  den  Vorrath  an  Circulations-
            
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