Metadata: Die Theorie der Volkswirtschaft

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IL 
Die Entwicklung der Produktivkräfte äußert sich in der Ver 
mehrung der erzeugten Produktion in den verschiedenen Gewerbe 
zweigen, wobei diese rascher zunehmen müssen als die Bevölke 
rung. Denn hält die Produktion mit der Bevölkerungsver 
mehrung nicht gleichen Schritt, so tritt eine relative Abnahme 
der erzeugten Produkte ein, wie dies beispielsweise in Rußland 
der Fall ist, wo die Landwirtschaft jetzt wohl absolut mehr, aber 
im Verhältnis zur Bevölkerung weniger Produkte erzeugt, als vor 
einigen Jahren. 
Die Entwicklung der Produktivkräfte geht in verschiedenen 
Arbeitssphären verschieden vor sich. In einigen vermehrt sich 
sowohl die Zahl der Betriebe und die der darin beschäftigten 
Arbeiter, als auch das darin investierte Kapital; in anderen steigt 
nur die Arbeiterzahl oder es wächst bloß das fixe Kapital usw. 
Auf Grund der amerikanischen Statistik läßt sich eine Ent 
wicklung der Produktivkräfte bei folgenden Verhältnissen kon 
statieren: Bei einer absoluten und relativen Ver 
mehrung der Betriebe, des fixen Kapitals und der 
Arbeiterzahl. Dann geht eine kolossale Entwicklung vor 
sich. Meistens findet sie in den neuen Industriezweigen statt, die 
sich rasch den Markt erobern. 
Auf diese Weise entwickelten sich folgende Gewerbe (die Ver 
mehrung ist in Prozenten angegeben und bezieht sich auf die 
Jahre 1880 und 1905: 
Betriebe 
Eisenindustrie 350 
Automobilindustrie (seit 1900) 300 
Zuckerfabriken 50 
Elektrische Fabriken 1100 
Wollindustrie 300 
In den angeführten Industriezweigen stieg der Wert der Pro 
dukte seit 1880 (in der Automobilindustrie 1900 bis 1905) von 
44 Millionen auf 451 Millionen Dollar, oder um das Zehnfache; 
das Kapital dagegen um das Fünfzehnfache (von 29,4 auf 
Kapital Arbeiter 
5400 1800 
400 500 
1000 240 
11 600 5000 
800 
350 
Produk 
tionswert 
2700 
600 
460 
5400 
500
	        
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