til
— 208
IL
Die Entwicklung der Produktivkräfte äußert sich in der Ver
mehrung der erzeugten Produktion in den verschiedenen Gewerbe
zweigen, wobei diese rascher zunehmen müssen als die Bevölke
rung. Denn hält die Produktion mit der Bevölkerungsver
mehrung nicht gleichen Schritt, so tritt eine relative Abnahme
der erzeugten Produkte ein, wie dies beispielsweise in Rußland
der Fall ist, wo die Landwirtschaft jetzt wohl absolut mehr, aber
im Verhältnis zur Bevölkerung weniger Produkte erzeugt, als vor
einigen Jahren.
Die Entwicklung der Produktivkräfte geht in verschiedenen
Arbeitssphären verschieden vor sich. In einigen vermehrt sich
sowohl die Zahl der Betriebe und die der darin beschäftigten
Arbeiter, als auch das darin investierte Kapital; in anderen steigt
nur die Arbeiterzahl oder es wächst bloß das fixe Kapital usw.
Auf Grund der amerikanischen Statistik läßt sich eine Ent
wicklung der Produktivkräfte bei folgenden Verhältnissen kon
statieren: Bei einer absoluten und relativen Ver
mehrung der Betriebe, des fixen Kapitals und der
Arbeiterzahl. Dann geht eine kolossale Entwicklung vor
sich. Meistens findet sie in den neuen Industriezweigen statt, die
sich rasch den Markt erobern.
Auf diese Weise entwickelten sich folgende Gewerbe (die Ver
mehrung ist in Prozenten angegeben und bezieht sich auf die
Jahre 1880 und 1905:
Betriebe
Eisenindustrie 350
Automobilindustrie (seit 1900) 300
Zuckerfabriken 50
Elektrische Fabriken 1100
Wollindustrie 300
In den angeführten Industriezweigen stieg der Wert der Pro
dukte seit 1880 (in der Automobilindustrie 1900 bis 1905) von
44 Millionen auf 451 Millionen Dollar, oder um das Zehnfache;
das Kapital dagegen um das Fünfzehnfache (von 29,4 auf
Kapital Arbeiter
5400 1800
400 500
1000 240
11 600 5000
800
350
Produk
tionswert
2700
600
460
5400
500