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merhin könnte es sein, daß mit der geringeren Körperkraft
und den zarteren Muskeln, dem Übergewicht von Gehirnund
Nervensubstanz gegenüber der Substanz von Knochen
und Muskeln, wie dies beim Menschen gewöhnlich, wenn
auch nicht durchweg das weibliche gegenüber dem männlichen
Geschlecht charakterisiert, geistige Eigenschaften
einhergehen, welche die Frau für die Arbeit der Zukunft
besonders geeignet machen.
Es könnte sein, daß — während in einem frühem Entwicklungsstadium
der Menschheit der geringe Besitz an bloßer
Muskel- und Knochenstärke, welche Elemente von größter,
Macht verleihender Bedeutung waren, die Frau gegenüber
ihrem männlichen Genossen sozial benachteiligten —
nun unter den neuen Lebensverhältnissen, in denen der Wert
roher mechanischer Kraft hinter dem hoher Lebenskraft
und Nervenstärke verschwindet, der Frau ihre Schwäche
ebenso zum Vorteil gereichen werde, wie einst dem Manne
seine Körperstärke.
Es ist leicht möglich, daß in der neuen Welt, die um uns
her entsteht, der für die Gesellschaft nützlichste und für
die zukünftigen Verhältnisse bestgeeignete, in den meisten
Tätigkeitsformen überragende Typus nicht jener der Muskel-
und Fauststarken sein wird, sondern der Typus der Gewandten,
Beweglichen, Lebendigen, Anpassungsfähigen,
Empfänglichen und physisch zarter Gebauten. Und da dieser
Typus — obgleich ebensowenig wie der muskelstarke,
schwerfällige nur einem Geschlecht eigentümlich oder darauf
beschränkt — doch immerhin öfter in Verbindung mit
dem weiblichen Organismus angetroffen wird, so ist es
wohl möglich, daß im großen und ganzen die weibliche
Hälfte der Menschheit dank ihrer organischen Angepaßtheit
als die geeignetste für die Hauptgebiete menschlicher
Zukunftsarbeit sich erweisen wird.
So wie bei Individuen und Rassen können auch bei den
Geschlechtern unter veränderten sozialen Bedingungen ge-