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mit ihr der gemeinsame Ahne des Geschlechtes; aber sie
ist auch Mutter der Männer jeder kommenden Generation,
und ihre Persönlichkeit überträgt sich und prägt sich ihnen
auf. Die Männer und Frauen jeder menschlichen Gesellschaft
sind gleich den Rindern, die in dasselbe Joch gespannt
sind: für einen Moment mag das eine ein wenig
vorangehen und das andere stehen bleiben, aber sie können
nie sich weiter voneinander entfernen als das Joch, das sie
verbindet, lang ist, und schließlich müssen sie zusammen
Stillstehen oder zusammen vorwärtsgehen. Was die Frauen
einer Generation heute geistig oder physisch sind, das zu
werden, neigen die Männer der nächsten durch Vererbung
und Erziehung; es gibt keine Veränderung und Bewegung
des einen Geschlechtes, die nicht sofort den ausgleichenden
Effekt auf das andere üben würde; die Männer von
morgen werden in die Form der Frauen von heute gegossen.
Wenn neue Ideale, neue ethische Begriffe, neue
Arten der Tätigkeit die Gemüter einer Frauengeneration
durchdringen, so werden sie in den Idealen, ethischen Anschauungen
und der Tätigkeit der dreißig Jahre später lebenden
Männer wieder erscheinen, und die Idee, daß die
Männer einer Gesellschaft je dauernd weiter hinter ihren
Frauen zurückstehen können, als der einzelne Mann hinter
seiner Mutter, die ihn geboren und erzogen, ist in Widerspruch
mit allen Gesetzen der Vererbung.
Wenn wir uns aber von der abstrakten Betrachtung dieser
Annahme hinwegwenden und Mann und Frau in der Wirklichkeit
dieser modernen Welt prüfen, so wird die Unvernunft
der Voraussetzung noch greifbarer.
Nicht nur ist die Frauenbewegung unserer Zeit nicht ein
sporadisches abnormes Gewächs, ein Krebsgeschwür ohne
organischen Zusammenhang mit dem übrigen sozialen Organismus,
sondern sie ist ihrem Wesen nach nur eine wichtige
Phase einer allgemeinen Umwandlung, der das ganze
moderne Leben ausgesetzt ist. Jedes nähere, sorgfältigere