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wenigen Händen geführt, und eine automatische Mähmaschine
schneidet, bindet und bereitet für den Speicher
das Produkt von Feldern, das einst hundert starke Männerarme
zur Ernte erfordert hätte. Die eisernen Werkzeuge
und Waffen, von denen jedes einzelne Stück unsern Vorvätern
monatelange, schwere Mühe kostete, bis das Metall
aus dem Erz geschieden, geformt und gehärtet war, —
sie werden jetzt von dampfgetriebenen Maschinen herausgeschüttet,
wie aus dem Mühlbach das Wasser hervorschießt.
Und sogar im Kriege, des Mannes ältestem
und ureigenstem Gebiet, auch darin griff ein völliger Umsturz
der alten Ordnung ein. Es gab eine Zeit, wo die Muskelkraft
der Schenkel und Arme, die Größe und Stärke des
Körpers hauptsächlich die Eignung des Mannes für den
Krieg entschied, wo ein Achilles oder ein Richard Löwenherz
den Feind vor sich her jagte, obwohl er nur mit einem
Speer oder einer Streitaxt bewaffnet war; heute kann das
schwächlichste Männchen in voller Sicherheit, hinter einer
modernen Maximkanone postiert, eine Phalanx von Helden
niedermähen, die ein griechischer Gott um ihre Arm- und
Schenkelmuskeln beneidet hätte, die aber kraftlos hinsinken
mußten, weil sie nicht die modernen Kriegswaffen besitzen.
Die Tage, da der höchste Wert für die Menschheit
in Krieg und Frieden in des Mannes Streck- und Beugemuskeln
lag, sind vorbei für immer, und der Tag, da die
Verfeinerung und Tätigkeit von Gehirn und Nerven die
entscheidende Wichtigkeit besitzen, ist bereits erschienen.
Der Geist eines einzigen lungenkranken deutschen Chemikers,
der einen neuen Explosivstoff in seinem Laboratorium
mischt, beeinflußt die Kriege der modernen Völker
mehr, als zehntausend kämpfende Arme und Beine; und
die Gehirntätigkeit eines Mannes, der eine arbeitsparende
Maschine erfindet, verrichtet eine Arbeit, die sonst das
Leben von Hunderttausenden seiner kräftigen Genossen
ausgefüllt hätte.