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des verknüpfte — von sich weist, weil dieselbe ihr nur Ent-
nervtheit und Schmarotzertum zu bieten hätte. Dies Be
wußtsein befähigt sie, Armut, Mühe und geschlechtliche
Vereinsamung (eine Vereinsamung, die für die Frau noch
schrecklicher ist als für jeden Mann) hinzunehmen, ja
selbst den Verzicht auf Mutterschaft, diese höchste Selig
keit des weiblichen Daseins, die allein vollen Ersatz für
die natürlichen Leiden ihres Weibtums zu bieten vermag.
Sie tut es in der Überzeugung, dadurch eine vollere und
höhere Entwicklung der Mutterschaft und Ehe für kom
mende Frauengenerationen zu ermöglichen. Es ist dieses
Bewußtsein, welches auch der geringsten Frau, die an die
geschlossenen Pforten pocht, welche sie von den neuen
Feldern physischer und geistiger Arbeit abschließt, eine
achtunggebietende Bedeutung gibt: sie ist überzeugt, nicht
für sich selbst, sondern im Dienste der ganzen Menschheit
an diese Pforten zu pochen. Es ist dieses beständige Be
wußtsein eines über persönliches Leben und individuelles
Interesse hinausreichenden Zieles, welches das religiöse
Element der Frauenbewegung unserer Tage ausmacht und
mit einem gemeinsamen Band unpersönlicher Begeiste
rung die Frauen der verschiedensten Rassen, Klassen und
Nationen in ihrem Kampf um Anpassung an das moderne
Leben verbindet.
Dies ist es auch, was, ungeachtet der Mängel und Feh
ler der einzelnen, doch diese Frauen in ihrer Gesamtheit
zu einer der eindrucksmächtigsten und unwiderstehlich
sten modernen Kräfte macht. Jeder gemeine Soldat einer
großen siegreichen Armee ist gerade auch nicht immer ein
imponierendes Wesen, wenn er die Dorfstraße entlang
schlendert, die Mütze schief auf dem Kopf, das Bajonett
zwischen den Beinen baumelnd, noch macht er immer
einen gewaltigen Eindruck, wenn er seine Uniform putzt
oder seinen Eßnapf auswischt; und doch sind es Indivi
duen dieser Art, aus denen die große Armee besteht, die