fullscreen: Grundzüge der Theorie der Statistik

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ist, jedoch nur mit einer gewissen Genauigkeit gemessen werden 
kann, muß die Methode in praxi die sein, daß man bei Messungen 
jede Person gewissen Höhenklassen zuweist, welche so abgegrenzt 
sind, daß man leicht entscheiden kann, ob der Betreffende zur einen 
oder zur anderen Klasse gehört. Diese Methode ist natürlich desto 
leichter anzuwenden, in je gröberen Zügen man die Klassen wählt; 
andererseits erfährt man natürlich mehr, wenn man weiß, daß die 
Körpergröße zwischen 162 und 163 anstatt zwischen 160 und 165 cm 
liegt; ohne Anwendung einer besonders verwickelten Meßtechnik 
kann man indes leicht entscheiden, ob eine Person zwischen 153,5 
und 154,5, ob zwischen 154,5 und 155,5 cm usw. mißt. Auf diese 
Weise ist die Tabelle 28 aufgestellt; sie gibt in Wirklichkeit an, 
daß die Körpergröße für 202 der 299355 Gemessenen zwischen 153,5 
und 154,5 cm und für 2658 zwischen 154,5 und 155,5 cm usw. lag, 
wenn auch dies in der Tabelle dadurch bezeichnet ist, daß 202 
gerade 154 und 2658 gerade 155 cm maßen usw. 
Bei der weiteren Benutzung der Zahlen hat man freilich so zu 
rechnen, als ob sämtliche in einer Klasse angeführten Rekruten die- 
selbe Größe hätten, und hierzu benutzt man gerade im allgemeinen 
den Mittelpunkt zwischen den Klassengrenzen, d.h. man bezeichnet 
nicht nur eine Größenklasse mit 154 cm, sondern rechnet auch 
so, als ob alle 202 Personen gerade die Höhe von 154 cm usw. be- 
säßen. Man könnte natürlich versuchen, mit noch größerer Genauig- 
keit zu messen, würde jedoch dann wieder genau demselben Problem 
gegenübergestellt werden: welcher Größe alle diejenigen zuzurechnen 
seien, welche hierdurch z. B. in der Größenklasse 154,6—154,7 cm 
angeführt würden. Dieser anscheinenden Schwierigkeit begegnet man 
überall, wo es sich um die Beobachtung einer kontinuierlichen Größe 
handelt, und sie läßt sich, wie gesagt, nicht aufheben, sondern nur durch 
genauere Messung begrenzen. Die Schwierigkeit ist jedoch in den aller- 
meisten Fällen ausschließlich theoretischer Art, und es soll aus den 
oben ($ 55) genannten Ursachen hier nicht näher darauf eingegangen 
werden, gerade deshalb nicht, weil sie nur bei sehr grober Klassen- 
teilung (wenn die beobachteten Größen nur in ganz wenigen Gruppen 
untergebracht sind) eine praktische Rolle wird spielen können). 
179. Wenn man in dieser Weise vorgeht, kann man aus den 
in der Tabelle gegebenen Daten die Summe Ss, und die Quadrat- 
Summe s, sämtlicher 299355 Beobachtungen finden und dabei wieder 
') Siehe u. a. J. F. Steffensen, Matematisk Jagttagelseslere, Kobenhavn 
1923, 8. 85 £.
	        
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