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Die Finanzwirtschaft während des Krieges usw.
und einen Restbetrag von 23,9 Milliarden Mark bei der 8. Anleihe
trotz des je erreichten größten Ergebnisses von 15 Milharden Mark
Zeichnungen. Nach der 9. Anleihe, die die konsolidierten Schulden
auf den an sich ungeheuren Nennbetrag von fast 100 Milliarden Mark
brachte, waren noch etwa 40 Milharden Mark Reichsschatzanwei
sungen im Umlauf, die auf eine Konsolidierung warteten. Es unter
liegt keinem Zweifel: das Reich hat von Anleihe zu Anleihe einen
immer geringer werdenden Anteil an der während des Krieges ent
standenen, durch die Reichszahlungen ermöglichten Kaufkraft
auf die Anleihen wieder zurückerhalten. Darauf ist zurückzu
kommen.
5. Bevor die Frage geprüft wird, wo denn diese den Anleihen
vorenthaltene Kaufkraft verbheben ist, ist als entscheidend für
die Frage nach dem Verhältnis von Kriegsanleihe und Inflation
hervorzuheben, daß die tatsächlich erfolgte Übertragung der Kauf
kraft auf das Reich, ihre Umwandlung in eine Kapitalanlage, in
einen Rentenbezug, in Wirklichkeit durchaus keine absolute
Sicherheit dafür bot, daß die Kaufkraft nun auch endgültig dem
Gütermarkt entzogen war, auch ganz abgesehen davon, daß
— wie noch auszuführen sein wird — das Reich diese zurück
erhaltene Kaufkraft von neuem ausgegeben hat. Im Frieden •— das
wurde schon oben betont — bedeutete die Verwendung von Geld
kapitalien zum Erwerb von Wertpapieren, die Anlegung von Er
sparnissen in Anleihen, einen Verzicht auf anderweitige Geltend
machung der in dem Geldkapital ruhenden Kaufkraft durch den
Besitzer, eine Übertragung dieser Kaufkraft auf den Anleiheschuld
ner, der sie seinerseits der von ihm gewollten Verwendung zuführte
und dadurch auf die Preise einwirkte. Der ursprüngliche Besitzer
konnte seine alte Kaufkraft nur dadurch zurückrufen, daß er das
Anleihestück zum Verkauf stellte, einen Käufer suchte, der seine
Kaufkraft in Anleihe, in Kapital verwandeln wollte. War ein sol
cher nicht vorhanden, dann war die Anleihe unverkäuflich. Der
Besitzer der Anleihe konnte sich zwar durch Lombardierung
der Wertpapiere flüssiges Geldkapital beschaffen. Jedoch auch
hierbei handelte es sich vom Standpunkt der gesamten Volkswirt
schaft nur um eine Übertragung vorhandener Kaufkraft in andere
Hände, wenn nicht gleichzeitig neue Noten verausgabt oder neue
Buchkredite geschaffen werden mußten. Nur innerhalb eines ge
wissen Spielraumes, der von der Kreditverfassung und dem Stande