Full text : Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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hätte  an  dergleichen  Wirkungen  des  ins  Praktische  übersetzten
„geschlossenen  Handelsstaats"  wenigstens  eine  intellektuelle  Freude
empfinden  können.  Statt  des  Zuckers  behalf  man  sich  mit  Syrup;
der  neue  Rübenzucker  war  noch  selten  und  teuer.  Tabak  war  für
minder  Begüterte  kaum  erschwinglich;  getrocknete  Kastanien-  oder
Kirschenblätter  oder  Schafgarbe  dienten  als  Ersatz.
Das  Jahr  1808  bezeichnet  den  Tiefstand  des  Handels  während
der  ersten  Periode  der  Kontinentalsperre.  Die  amerikanische  Flagge
■  und  dies  war  fast  die  einzige  neutrale  Flagge,  die  sich  noch
auf  See  zeigte  —  verschwand  nun  ebenfalls  vom  Meere,  seitdem
die  Embargo-Akte  vom  Dezember  1807  im  Hinblick  auf  die  von
den  kriegführenden  Mächten  drohenden  Gefahren  allen  amerikanischen
Schiffen  die  Ausfahrt  untersagte.  Im  folgenden  Frühjahr  jedoch
besserten  sich  die  Verhältnisse  plötzlich  in  überraschender  Weise.
Das  war  auf  verschiedene  Umstände  zurückzuführen.  Um  den
Handel  mit  den  Häfen  des  Kontinents  zu  führen,  die  unter
französischer  Aufsicht  standen  oder  den  Verbündeten  Frankreichs
angehörten  —  vor  allem  Rußland  kam  hier  in  Frage  —  durften
sich  die  britischen  Schiffe  nicht  der  heimischen  Flagge  bedienen.
Schon  1807  hatte  daher  die  englische  Regierung  begonnen,  an
scheinbar  neutrale  Schiffe  sogenannte  Lizenzen  zu  erteilen,  die  diese
zu  dem  Blockadebruch  bevollmächtigten  und  sie  vor  der  Wegnahme
burch  die  englischen  Kreuzer  schützten.  In  Wirklichkeit  handelte
rs  sich  in  der  Hauptsache  nicht  um  neutrale,  sondern  um  britische
schiffe,  die  durch  „Neutralisation"  das  Recht  zur  Führung  einer
ventralen  (preußischen,  dänischen,  oldenburgischen,  mecklenburgischen,
bniphausischen)  Flagge  erkauft  hatten.  Als  die  Aufmerksamkeit
Napoleons  )eit  dem  Frühjahr  1809  durch  den  Krieg  mit  Österreich
von  den  Vorgängen  in  der  Nord-  und  Ostsee  abgelenkt  war,  ließ
bort  die  Schärfe  der  Aussicht  nach  und  der  Verkehr  solcher  neutralisierten ­
  Schiffe  nahm  gewaltig  zu.  In  vielen  Nordseehäfen
ging  der  Seehandel  fast  wie  in  Friedenszeiten  vor  sich.  In  den
bereinigten  Staaten  war  die  Embargo-Akte  am  1.  März  1809
durch  eine  Non-Jntercourse-Akte  ersetzt  worden,  die  den  Verkehr
Wieder  freigab,  ausgenommen  mit  Frankreich  und  England,  und
selbst  diese  wurde  von  Juni  an  für  einige  Monate  suspendiert
vvs  die  Versicherung  des  englischen  Gesandten  hin,  daß  England
feine  Blockadeverordnungen  vom  November  1807  gleichzeitig
            
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