Full text : Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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erhalten  und  zu  sichern.  Nur  ein  solcher  allgemeiner  Fürsten-Verein
  kann  .  .  .  völlige  Sicherheit  geben".  Im  Jahre  1821
dagegen  entwarf  der  Bremer  Professor  Adam  Storck  in  seiner  auf
Smidts  Veranlassung  verfaßten  Erwiderung  auf  das  „Manuskript
aus  Süddeutschland"  das  folgende  Zukunftsbild:  „Auf  dieses
System  (das  von  dem  künftigen  einigen  Deutschland  zu  schaffende
Zoll-  und  Schiffahrtssystem)  gegründet,  wird  der  Staatskörper
Deutschlands  mit  anderen  Staatskörpern  Navigations-  nnd  Handelsverträge ­
  abschließen.  Dann  wird  die  Zeit  gekommen  sein,  wo
der  Ozean  deutsche  Flotten  unter  einer  Nationalflagge  erblicken
wird.  Wenn  Deutschland  dann  mit  gemeinsam  gefaßten  Maßregeln ­
  auf  Reziprozität  in  Handelsverhältnissen  dringen  kann,  so
wird  auch  die  schönste  Zeit  der  Hansestädte  gekommen  sein,  und
ihre  Blüte  und  ihr  Reichtum  wird  ebenso  im  genauesten  Zusamnienhang
  mit  dem  Reichtum  gesamter  deutscher  Nation  stehen,
wie  es  bisher  immer  der  Fall  gewesen".
Man  braucht  diese  Äußerung  nicht  zu  überschätzen.  Einen
großen  Teil  seiner  Schrift  widniet  der  „Bremer  Bürger"  gerade
dem  Nachweis,  daß  gegenwärtig  Retorsionsmaßregeln  gegen  England ­
  durchaus  untunlich  seien  —  was  nach  Lage  der  Umstände
kaum  zu  bestreiten  war.  Auch  bedarf  es  kaum  der  Erinnerung,
daß  dem  Anschluß  an  den  Zollverein  gerade  in  den  Hansestädten
am  längsten  widerstrebt  wurde.  Aber  die  grundsätzliche  Verschiedenheit ­
  springt  doch  in  die  Augen:  dort  spricht  der  Kosmopolit,
der  das  Deutsche  Reich  mit  kaum  verhehlter  Teilnahmlosigkeit  nur
"och  als  leblose  Mumie  betrachtet,  hier  der  Deutsche,  dem  die
baldige  Einigung  Deutschlands  zu  einem  auch  handelspolitisch
"Äkungsfähigen  Staatskörper  ein  Gegenstand  der  Hoffnung  ist.
Dazwischen  liegt  die  Kontinentalsperre.
            
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