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22. Van Huartal ist, So soll ein Ieüer Geselle 2 Schilling in -ie
LaSe, vnü 6 Pfennig in üie flrmen Güxe geben, vnüt ein Ieüer soll
2 Schilling verürinken auß Sem Kruge, Es ist frep Gier oder nicht,
Wan frembüe Gesellen sein, so soll Ihnen -er Willkommen gebracht,
vnöt solches aus Ser Laöe bezahlt werSen.
23. Wan ein frembSer Geselle gewan-ert kombt, Soll er erst auf
üen Krug gehen, woselbst Sie Herberge ist, vnüt stch anmel-en, wan
er arbeiten will, Ist es San, Saß Er könne arbeit bekommen, so soll
Er vier schklling zu verzehren vn- frep Nachtlager haben, öekombt
Er aber arbeit, so soll Er nur frep Nachtlager haben.
24. Wan Ser frembüe Geselle gearbeitet, biß auf Sen Krugtag, so
soll Er von Sem Altgesellen mit bestanSe gefragt werüen, wo Er fei
ehrlich Haußzimmerhanötwerk gelernet, vnöt wie lange er gelernet,
Samit man recht wißen möge, ob er Süchtig einzuschreiben ist, neben
anöern ehrlicher gesellen Namen.
25. So soll üer Geselle, wan Er eingeschrieben wir-t, zwölfschillkng
in öer LaSe geben, vnü 2 Schilling Sem Schreiber, Mlß San soll Ihm
See Me geselle Senwillkommen bringen, welchen Er in -rep Trincken
aushaben soll, bet strafe 2 Schilling.
26. So soll sich auch kein Geselle vnüerstehen, Ser kn -es Meisters
Arbeit ist, oSer stehet, Sarvon abzugehen, vnüt in eine anSere arbeit,
ohne vorhergegangene anmelöung zu gehen, bep öes Meisters will-
kührliche strafe.
27. Wan ein geselle Krank wtrüt, vnöt eben nicht vielt zu verzehren
hatt, So soll ihm etwas aus üer Laöe vorgestrecket werüen, biß so
lange er wieöer bezahlen kann, Stirbet Er aber, so ist Sie Schulüt
mit toöt, vnüt sein Zeuch vnüt kleiüer ist an Ser gesellen LaSe ver
fallen, so es ein leüiger unbefrepter geselle ist, bis üie ZreunSe
kommen, solches abzuforSern, vn-t Sie schulüt bezahlen.
28. Wan ein Geselle Krank ist, vnöt keine aufwartung hatt, so
sollen Ein oöer zwey Gesellen alle nacht bep ihm wachen, Saß soll
üer Me geselle üurch üen Jung gesellen ansagen laßen, -ie es thun
sollen, vnüt soll herumbgehen, bep straffe, wer stch Seßen verweigert,
eines tagelohns.
24. Wan ein Geselle stirbet, So soll Er von üen gesellen getragen
werSen, Ist nicht viell übrig, üas es Sie LaSe bezahlen muß, so
sollen, Sie ihm tragen, keine Unkösten machen, gehen Sie kn Sen