Ein- und Ausfuhr an Textilwaren.
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a ) Nach einem Bericht in der „Leipziger Monatsschrift für Textilindustrie“ 1914, S. 100.
Ein- und Ausfuhr von Textilwaren im Jahre 1913.
Hierüber geben die folgenden statistischen Aufstellungen genauere Über
sicht, doch sei Nachstehendes noch zur Ergänzung der Baumwollwaren-Einfuhr
bemerkt*):
Die Baumwollindustrie Columbiens konkurriert mit folgenden Erzeugnissen
gegen nachstehende Einfuhrländer:
In Telas domesticas (Diagonales und Lienzos) mit den Vereinigten
Staaten und England.
In rohen Diagonales mit Streifen (Diagonales listados) mit England
und den Vereinigten Staaten. Die einheimische Industrie ist sehr stark in diesem
Artikel, der auch dem englischen Oxford starke Konkurrenz macht.
In buntgewebten Männer-Anzugstoffen, Drills (Driles oder „Manta
Italiana“ genannt) in erster Linie mit Italien, und zwar namentlich in dicken
ganz billigen Drills — hierin und in Kammgarn-Imitationen ist Italien sehr
stark —, in zweiter Linie mit Deutschland, Belgien und Frankreich, und zwar
in besseren Qualitäten.
In weißen Drills (Driles blancos) wird die Landesindustrie bei
zunehmender Produktion hauptsächlich mit England konkurrieren müssen.
In weißen gestreiften Drills (driles ä listas) leistet die Landesindustrie Be
achtenswertes.
In Matratzenstoffen (generös para Colchones) mit England in erster
Linie, in zweiter Linie mit Deutschland.
In Ponchos oder Ruanas, weiß mit Streifen (Umhängetücher für
Männer) mit England und den Vereinigten Staaten. Die einheimische Haus
weberei ist besonders groß in diesem Artikel.
In Wirkwaren (Unterjacken, Unterhosen und Strümpfe) mit Deutschland
und Spanien, in geringem Maße auch mit Italien. Spanien ist vielfach billiger.
Bemerkenswert ist, daß ein nicht geringer Prozentsatz der Landesbaumwolle
in der Hausweberei aufgeht, die in einzelnen Teilen des Landes recht bedeutend
ist. So soll die im Departement Cundinamarca gewonnene Baumwolle fast aus
schließlich in der Hausweberei verarbeitet werden.