Full text: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

Einfuhr. 
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1,8 Mill. Mark im Jahre 1909. Davon wurden während der Berichtsperiode ein 
geführt aus: 
England 1,2 Mill. Mk. j Frankreich 0,02 Mill. Mk. 
Deutschland 0,2 „ „ j Österreich-Ungarn 0,007 „ „ 
Belgien 0,03 „ „ | 
Kleinere Mengen 2/100 s und 2/120 s in „Gassed yarn“ werden trotz des 
hohen Zolles wohl auch noch in der Zukunft eingeführt werden müssen. 
Wollgarne. Die Einfuhr von Garnen ist im Jahre 1911 zurückgegangen. 
Sie betrug 10,0 Mill. Mark gegen 12,5 Mill. Mark im Jahre 1910 und 10,6 Mill. 
Mark im Jahre 1909. Zur Einfuhr gelangten aus den einzelnen Ländern: 
Deutschland 6,1 Mill. Mk. Österreich-Ungarn 1,1 Mill. Mk. 
Frankreich 1,9 „ „ England 0,8 „ „ 
Baumwollwaren. Das Jahr 1911 hatte keine besonderen Kennzeichen 
aufzuweisen. Bis Juli war das Geschäft ruhig, vielleicht allzu ruhig. Als zu 
dieser Zeit die Gewißheit bestand, daß die spekulativen Importe anläßlich der 
Einführung des neuen Zolltarifs nicht so groß waren, wie befürchtet, wurde das 
Geschäft lebhafter und stärker. Im Oktober trat wiederum, infolge der chinesi 
schen Revolution, ein Stillstand ein, der bis Ende des Jahres andauerte. 
Schirtings und rohe Schirtings. Die Importe zeigen eine Abnahme 
gegen das Vorjahr um 36922 Stück. Die hohen Preise, ferner auch die bis jetzt 
wenigstens unbegründete Furcht, daß die japanische Industrie gewisse Qualitäten 
zu erzeugen imstande sein wird, hielten spekulative Importe zurück. Die Ein 
fuhr betrug 11,2 Mill. Mark und wurde ganz von England geliefert. Nur für 
0,02 Mill. Mark kam aus Deutschland und Holland. 
Cambrics. Die Einfuhr zeigte eine Zunahme von 52 779 Stück, die ohne 
Zweifel darauf zurückzuführen ist, daß die japanischen Spinnereien gewisse 
Qualitäten zu erzeugen noch nicht in der Lage sind. 
Grau bedruckte Stoffe zeigen eine Abnahme von 5247 Stück. Wenn 
es den englischen Webereien nicht gelingt, diesen Artikel noch etwas billiger 
herzustellen, dürften in Zukunft die Importe aufhören. Die Verkaufspreise in 
Yokohama waren für mittlere Qualitäten 4,20 Mark das Stück. 
Schirtings und Schirtings weiß. Die Importe betrugen das Doppelte 
wie im Vorjahre, was wohl auf spekulative Einfuhr vor Einführung des neuen 
Zolltarifs zurückzuführen ist. Am Ende des Jahres betrugen die unverkauften 
Vorräte 12 000 Stück. Die einheimische Industrie stellt zwar auch diese Gewebe 
her, kann aber in guten Qualitäten die fremden Erzeugnisse nicht schlagen. Der 
Import betrug l 444 489 Stück, die alle aus England kamen. 
Bedruckte Baumwollstoffe werden im Lande selbst in immer größeren 
Quantitäten hergestellt, wodurch sich auch der Ausfall im Importe erklärt. Er
	        
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