fullscreen: Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Verbandes deutscher Chokolade-Fabrikanten

I. Einrichtungen des Verbandes. 
A. 
Schon am ersten Verbandstag wurde eine Einrichtung beschlossen, 
welche sich bis auf den heutigen Tag bewahrt hat. Es ist die 
Schwarzliste, 
zu welcher die Mitglieder allmonatlich Beiträge an den Geschäftsführer, 
welcher die Zusammenstellung, Druck und Versandt au die Mitglieder zu 
versorgen hat, einzuliefern berechtigt sind. Unter gewissen Chiffcrn sind 
die Namen derjenigen Schuldner aufzugeben, bei denen die Erlangung 
von Zahlung auf Schwierigkeiten stößt, wie z. B. bei Konkurs, Akkord, 
Wechselprotest, Klage u. s. w. — In der Chokoladen-Branche sind im 
Durchschnitt die einzelnen zn gestundenden Beträge nicht groß, um so größer 
aber der Kundenkreis, mit welchem der einzelne Fabrikant zu arbeiten 
hat. Es ist vollständig erklärlich, daß, wenn einem lahmen Zahler von 
einer Seite der Kredit entzogen wird, er sich mit seinen Aufträgen an 
eine andere Firma der Branche wendet. Schenken nun die Mitglieder 
der Schwarzliste die nöthige Beachtung, so sind sie in der Lage, sich vor 
manchem Kreditverlust zu bewahren. Dies macht es auch verständlich, 
daß sich die Einrichtung der Schwarzliste nach Ablauf von nahezu 
25 Jahren erhalten hat. 
B. 
Noch in den Gründungsjahren 1877 faßte der Verband in Leipzig 
über eine zweite ungleich wichtigere Einrichtung Beschluß und zwar über die 
Vrrbandsmsrkr. 
Man ging von der Ansicht aus, daß es zweckdienlich sei, wenn der 
Verband, um bei dem konsumireuden Publikum, welches, wie bereits er
	        
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