Full text : Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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Britisch  -  Südafrika.

B  Das  Handelsmuseum,  Wien  1914,  S.  143.

Ergänzend  hierzu  berichtet  das  gleiche  Konsulat  im  Jahre  1913 1 ):
Der  Bedarf  von  Strick-  und  Wirkwaren  hat  in  Südafrika  eine  große
Ausdehnung  erlangt.  Verlangt  werden  namentlich  gestrickte  Jacken,  „Sweaters“
für  Männer,  weiß  oder  grau,  in  einem  Stück  mit  langen  Ärmeln  mit  oder  ohne
umlegbaren  Kragen,  während  sie  für  Damen  als  „Jerseys“  auf  den  Markt
kommen,  und  zwar  in  zwei  Längen,  als  kurze  oder  lange  Jacken,  mit  langen
Ärmeln  und  Beinknöpfen,  in  den  verschiedensten,  besonders  bei  den  kurzen
Jacken,  oft  sehr  grellen  Farben,  und  zwar  aus  Wolle  oder  auch  aus  Seide  auf
der  Maschine  gestrickt.  Solche  Damenjacken  stellen  sich  im  Detail  aus  Wolle
von  14,28  bis  61,20  Mark;  aus  Seide  von  40,80  bis  102,00  Mark.
Was  Strumpfwaren  anlangt,  mag  Südafrika  zwar  in  bezug  auf  Mode
einigermaßen  hinter  dem  Geschmack  Europas  Zurückbleiben,  aber  der  Unterschied ­
  dürfte  kaum  eine  Saison  überschreiten.  Es  ist  z.  B.  bemerkbar,  daß  die
Nachfrage  nach  durchbrochenen  Strümpfen  im  Abnehmen  begriffen  ist,  während
die  Nachfrage  nach  seidenen  Strümpfen,  Fil  d’  ecosse-Strümpfen  in  verschiedenen
Farben,  aber  ohne  Zwickel  oder  Verzierung,  zugenommen  hat.  Ein  Artikel,
der  zurzeit  in  England  hergestellt  wird,  in  welchem  aber  auch  unsere  Fabrikanten
leistungsfähig  sein  sollten,  sind  Strümpfe,  deren  Fuß  aus  Seide,  der  Wadenteil
jedoch  aus  Baumwolle  hergestellt  ist.  Dieser  Artikel  wird  in  England  zu
einem  bedeutend  billigeren  Preise  als  seidene  Strümpfe  hergestellt.  Außer
wollenen  werden  auch  baumwollene  und  seidene  Strumpfwaren  und  Unterkleidung ­
  eingeführt.

Herkunftsländer  der  Textilwaren  im  Jahre  1913.

Rohstoffe

Halbfabrikate

Fertigwaren

In  Millionen  Mark

England

0,4

—

145,6

Deutschland

0,2

—

13,6

Britisch-Indien

—

—

9,4

Schweiz

—

—

4,3

Frankreich

—

3,7

Italien

—

—

2,7

Belgien

—

—

2,1

Vereinigte  Staaten

—

—

1,9

Japan

—

—

1,2

Österreich-Ungarn

—

—

0,5

China

—

—

0,1

Andere  Länder

—

—

0,1

0,6

—

185,2
            
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