Full text: Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

Quelle 
Rechnung 
— 79 — 
Jahr 
Ausgabe in Mark 
1903 
213,75 
1904 
79,45 
1905 
134,40 
1906 
215,— 
1907 
606,06 
1908 
664,55 
1909 
892,01 
1910 
1203,20 
1911 
1422,06 
c) Badeanstalt. 
Privatbadeanstalten, wenn dieser euphemistische Ausdruck für Bade 
gelegenheit mit Kleiderablage gestattet ist, haben seit altersher einige 
Besitzer von Fließgrundstücken unterhalten, und diese Anstalten waren 
zum Teil auch der Oeffentlichkeit gegen geringes Entgelt zugänglich. 
Durch Uebernahme des Kurparks kam die Gemeinde in den Besitz 
einer vom Fließ durchquerten Badeanstalt, die durch Erweiterung des 
Flußbettes das nötige Wasserbecken erhalten hatte. Die Anlage war 
seinerzeit von den Unternehmern wohl nur aus Reklamegründen herge 
stellt, um den Ort den Sommergästen und Kauflustigen durch das 
Vorhandensein einer Badeeinrichtung zu empfehlen. Da das fließende 
Wasser und die Ausdehnung des Bassins das Bad angenehm machte, 
war der Besuch auch immerhin nicht schlecht; mißlich war aber, daß 
in den vergangenen trockenen Jahren die Mühle oft tagelang das Wasser 
für den Betrieb stauen mußte, so daß das untere Flußbett leer stand 
und die Badeanstalt zeitweise geschlossen werden mußte. Dazu kam, 
daß die Nähe des Müggelsees die Wasserfreunde natürlich mehr anzog, 
da hier eine weite Wasserfläche für Schwimmer und Nichtschwimmer zur 
Verfügung steht, eine Badegelegenheit, deren Benutzung mit Ausnahme 
von Sonnabend Nachmittag und Sonntag auch empfehlenswert ist. 
Infolgedessen überschreiten bei der Gemeindebadeanstalt die Aus 
gaben für die Unterhaltung, zumal Mittellosen freie Benutzung gestattet 
wird, bei weitem die Einnahmen. 
Diese betrugen durch Verpachtung von 1907—11 jährlich 60 Mk., 
im Jahre 1912 30 Mk.; die Ausgaben dagegen: 
Jahr 
Ausgabe in Mark 
Quelle 
1906 
28,90 
Rechnung 
1907 
519,60 
1908 
7,80 
1909 
217,75 
1910 
54,65 
1911 
265,02
	        
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