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lege, so komme ich zu dem Schluß, daß die Zahl der
Einzelzeichnungen nicht unbeträchtlich größer
ist als eine Million, und daß etwa 3 / 4 dieser
Zeichnungen auf Beträge bis zu 2000 M. ent*^
fallen. Das ist eine „levee en masse“ auf finanziellem
Gebiet, die in der Geschichte ebenso einzig dasteht wie
der Anleiheerfolg als solcher.
Die vorhandenen Kräfte und den vorhandenen Geist
richtig erkannt und entschlossen zum Siege geführt zu
haben, ist das unvergängliche Verdienst unserer finan
ziellen Führung, die vor allem in den Händen der
Reichshank und ihres Präsidenten lag. Wie groß das
Wagnis war, so bald nach dem Kriegsausbruch und vor
dem Fall der endgültigen Entscheidungen eine Mil-
liarden-Anleihe herauszubringen, zeigt am besten der
Vergleich mit den anderen Krieg führenden Staaten, die
sich bisher zu einem solchen Entschluß noch nicht durch-
gerungen haben. Wie groß das Wagnis war, die Kriegs
anleihe in unbeschränktem Betrag aufzulegen, jedem
Zeichner von vornherein die volle Zuteilung des gezeich
neten Betrages in Aussicht zu stellen und damit von
vornherein auf jeden Anreiz zu spekulativen Zeichnungen
und auf jeden Scheinerfolg zu verzichten, dessen waren sich
nur wenige bewußt. Aber dem Mutigen hilft Gott! In
solchen Zeiten kommt es nicht darauf an, ob Einzelheiten
so oder anders gemacht werden, sondern einzig und allein
darauf, daß mit raschem und festem Entschluß geschieht,
was nötig ist. Der Reichsbankpräsident hat nach dem
Goetheschen Spruch gehandelt:
„Säume nicht Dich zu erdreisteu
Wenn die Menge zaudernd schweift;
Alles kann der Edle leisten,
Der versteht und rasch ergreift.“
So groß für sich allein genommen der Erfolg der
Kriegsanleihe ist, seine volle Bedeutung hat dieser Er
folg erst in seinem Zusammenhang mit der Gesamtheit
der Kriegsarbeit, die das deutsche Volk zu vollbringen