Full text : Die Deutsche Volkspartei und ihr politisches Programm

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Meine  Damen  und  Herren!
Seit  wir  in  Jena  zum  ersten  Parteitag  der  Deutschen  Volks-Partei
  zusammen  waren,  sind  zwei  Ereignisse  von  größter  Politischer ­
  Bedeutung  geschehen.  Das  eine  ist  die  Annahme  des  Friedens ­
  von  Versailles  durch  die  deutsche  Volksvertretung,
das  zweite  auf  innerpolitischem  Gebiet  die  Annahme  der
neuen  deutschen  Reichsverfassung.  Mit  diesen  beiden  Beschlüssen ­
  haben  wir  Abschied  genommen  vom  alten  Deutschland.
Abschied  von  seiner  Größe,  von  seiner  Macht,  seiner  Stellung
nach  außen  und  Abschied  von  dem  Bismarckschen  Geiste,  der  einst
die  alle  Reichsverfassung  schuf.
Ueber  den
Frieden  von  Versailles

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und  über  die  Stellung  der  Parteien  zu  diesem  Frieden  sind
mannigfache  Legenden  in  der  Oeffentlichkeit  im  Schwange.  Jcb
möchte  bezüglich  der  Deutschen  Volkspartei  das  -eine  in  den
Vordergrund  stellen:  Als  der  erste  Beschluß  der  Nationalversammlung, ­
  der  gewisse  Ehrenpunkte  freiließ,  von  der  Entente
abgelehnt  wurde  und  man  ein  unbedingtes  Sichunterwerfen
unter  die  Bedingungen  des  Friedens  von  Versailles  verlangte,
hat  der  damalige  Ministerpräsident  Bauer  die  Vertreter  der
Parteien  zu  sich  ins  Schloß  von  Weimar  gebeten,  hat  sie  daraus
aufmerksam  gemacht,  daß  bis  zum  Nachmittag  eine  Entscheidung
erfolgt  sein  müsse,  und  auf  die  Schwere  der  Verantwortung  hingewiesen, ­
  die  in  einem  „Ja"  oder  in  einem  „Nein"  läge.  Wir
sind  als  Fraktion  der  Deutschen  Volkspartei  darauf  erneut  in
Beratungen  eingetreten.  Das  Resultat  einer  etwaigen  Abstimmung ­
  in  der  Nationalversammlung  war  durchaus  unsicher;  es
hätte  ebenso  auf  Ablehnung  wie  auf  Annahme  des  Vertrages  hinzielen ­
  können.  Im  vollen  Bewußtsein  der  von  uns  zu  übernehmenden ­
  Verantwortung  für  die  Zukunft  unseres  Landes  habe

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