Full text : Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches

—  Ein  sozialistisches  Urteil  —

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Krieg  (abgesehen  von  den  unmittelbaren  Schäden  und
Folgen  des  Kampfes)  für  feine  weltwirtschaftliche  Arbeit
so  schwierig  wie  nur  irgend  denkbar  werd
  e  n.  Seiner  Kolonien  beraubt,  die  Rohstoffzufuhr  erschwert ­
  und  verteuert  durch  die  Kontrolle,  die  Großbritannien ­
  über  den  größten  Teil  der  Rohstoffausfuhrländer
auszuüben  vermag,  würden  dem  Deutschen  Reich  die
Grundlagen  seiner  Existenz  und  feines  Wohlstandes  entzogen, ­
  und  im  besonderen  würde  der  Lebens  st  and
der  deutschen  Arbeiter  in  einer  Weise  Herabgedrücktwerden, ­
  die  man  sich  kaum  auszudenken
vermag.  Hier  handelt  es  sich  in  der  Tat  um  die  direktesten
Interessen  der  deutschen  Arbeiterklasse.  Die  gewerkschaftlich ­
  organisierten  Arbeiter  wissen  es  alle,  daß  eine  Befchneidung
  der  Rohstoffzufuhr  für  sie  ebenso  unerträglich  wäre
wie  eine  Eindämmung  des  Warenabsatzes,  und  daß  sie  sich
mit  allen  zu  Gebote  stehenden  Mitteln  gegen  den  wehren
müssen,  der  ihr  Dasein  und  ihre  Zukunft  in  der  angedeuteten ­
  Weise  bedroht.  Die  zahllosen  und  beweiskräftigen
Tatsachen  des  englischen  Wirtschaftskrieges  lassen  keinen
Zweifel  darüber  aufkommen,  wie  ernst  es  den  in  England
ausschlaggebenden  Schichten  mit  dem  Bestreben  ist,  die
deutsche  Wirtschaft  auf  Jahrzehnte  hinaus  zu  Boden  zu
werfen."
Darum  bleibt  sowohl  für  die  fernere  Zukunft  wie
ganz  besonders  für  die  ersten  Jahre  nach  dem  Kriege  eine
wesentliche  Forderung  für  alle  Kreise  unserer  Volkswirtschaft, ­
  sei  es  für  die  Unternehmer  in  der  Industrie,  welche
ihre  Betriebe  voll  ausnützen  wollen  und  ihre  Rohstoffe
billig  beziehen  müssen,  sei  es  für  die  Arbeiter  in  diesen
Betrieben,  welche  nur  bei  einem  entsprechenden  Absatz  der
Produktion  auf  Erhaltung  und  Erhöhung  ihrer  Löhne
rechnen  können,  sei  es  für  die  Landwirte,  welche  zur
            
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