in Rücklagen gesammelte Geld mußte bisher je nach Bedarf sich schnell
wieder flüssig machen lassen.
Allerdings wird sich in Zukunft sür einen kleinen Teil des Vermögens
bestandes eine hoch verzinsliche Anlage um so mehr empfehlen, als die hohen
Bankzinsen für Betriebsvorschüsse und Schadenzahlungen, besonders bei den
Gesellschaften mit Nachscbußerhebung und Umlageverfahren, den Etat
schon erheblich belasten. Soweit die Geschäftsberichte einen Einblick ge
statteten, betragen die zu leistenden Bankzinsen bei den oben heran
gezogenen 7 Gesellschaften:
1905
123 586
Mk.
1906
161690
1907
161690
1908
165 268
,,
1909
27 096
1910
145 060
„
784 390 Mk.
durchschnittlich pro Jahr 130 732 „
Dem standen an eingenommenen Effekten- und Bankzinsen gegenüber:
1905 99 477 Mk.
1906 107 051 „
1907 154 557 „
1908 132 749 „
1909 147 711 „
1910 167 598 „
809143
134 857
durchschnittlich pro Jahr
Die Zinsgewinne dieser 7 Gesellschaften
wurden also
6 Jahren von den Zinszahlungen fast gänzlich absorbiert.
Zu erwägen ist auch, daß zu den bezeichneten Zinsverlusten auch
Kapitalverluste noch eintraten, in dem fast alljährlich auf die Reichs-
Anleihen und preußischen Konsols infolge Kursverschlechterungen Ab
schreibungen vorzunehmen waren. Diese Kursverluste beliefen sich bei
^n 7 oben herangezogenen Gesellschaften:
1905 auf 8 082 Mk.
1906 „ 42111 „
1907 73 828 „