Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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II.  Öffentliche  Versicherung.

höheren  Geldlohn  zahlen,  ohne  daß  dadurch  seine  Belastung  gesteigert
und  seine  Wettbewerbsfähigkeit  gemindert  würde.
In  diesem  Zusammenhang  sei  kurz  auf  die  Belastung  der  Produktion
durch  die  knappschaftliche  Versicherung  eingegangen,  und  zwar  wiederum
an  dem  Beispiel  des  Ruhrbergbaues.
Es  betrugen  die  Knappschaftsgefälle  einschließlich  (ab  1892)  der
Beiträge  zur  Jnvaliditäts-  und  Altersversicherung:

auf

vom  Gesamt1 ­

  t  Förderung

wert  der  Förderung

Mk.

°/°

1857  .

.  .  0,21

2,30

1860  .

.  .  0,19

2,94

1870  .

.  .  0,13

2,31

1880  .

.  .  0,19

4,21

1885  .

.  .  0,18

3,86

1890  .

.  .  0,26

3,32

1895  .

.  .  0,34

5,09

1900  .

.  .  0,43

5,02

1905  .

.  .  0,49

5,87

1910  .

.  .  0,63

6,48

1911  .

.  .  0,63

6,44

Was  die  Belastung  mit  0,63  Pf.  aus  1  t  und  ihre  Steigerung  um
50  Pf.,  wenn  man  vom  Jahre  des  Tiefstandes  (1870)  in  der  obigen
Zusammenstellung  ausgeht,  bedeuten,  erhellt  aus  der  Tatsache,  daß  im
Ruhrbergbau  in  den  letzten  5  Jahren  an  Dividende  und  Ausbeute  auf
1  k  Förderung  verteilt  worden  sind:

1907

1,28

Mk.

1908.  ....

1,14

„

1909

0,98

„

1910

1,02

„

1911

1,11

„

Das  Verhältnis  der  Knappschastsgefälle  zum  Gesamtwert  der  Förderung ­
  ist  jedoch  in  den  späteren  Jahren  nicht  so  hoch,  wie  es  die  Tabelle
angibt,  da  der  von  den  Oberbergämtern  ermittelte  Wert  der  Förderung
nur  den  Wert  der  Rohkohle  begreift,  dagegen  die  Werterhöhung  durch
Aufbereitung,  Verkokung,  Brikettierung  usw.,  die  vornehmlich  im  letzten
Jahrzehnt  ganz  außerordentliche  Fortschritte  gemacht  hat,  unberücksichtigt
läßt.  Dagegen  sind  in  den  Knappschaftsgefällen  auch  die  Versicherungsbeträge ­
  enthalten,  die  für  die  in  den  Nebenbetrieben  des  Steinkohlen-
            
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