Full text: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

322 
II. Öffentliche Versicherung. 
in die 3. Klasse 29 Städte und 475 Landgemeinden, 
„ „ 4. „ (mit dem höch 
sten Beitragssatz) .... 55 (!) „ u. nur 117 „ 
Die hiernach sich ergebende erhebliche Bedeutung der ö. F.A. für 
weite und besonders schutzbedürftige Kreise der deutschen Volkswirtschaft 
wird durch unsere, das letzte Jahrzehnt umfassende Statistik bestätigt, 
wie die Tabellen II und III zeigen, in denen die von den ö. F.A. 
erhobenen und an die Versicherungsnehmer in Form von Brand 
entschädigungen zurückgezahlten Beiträge im einzelnen zusammengefaßt sind. 
(Tab. II u. III S. 314—321.) 
Es ist offensichtlich, daß eine Versicherungsunternehmung um so 
wertvoller für ihre Versicherungsnehmer ist, je größer der Nutzwert der 
einzelnen Beiträge ist, d. h. je größer der Teil der Beiträge ist, der für 
Schadenauswand zurückgezahlt wird und je geringer der Kostenaufwand 
ist, der auf Verwaltungskosten entfällt- Wie die Tabelle III ausweist, 
erhalten die Versicherungsnehmer einen sehr erheblichen Teil ihrer Bei 
träge in Form von Schadenvergütungen zurück, der für die angegebene 
Zeit zwischen 68,6 und 83,5 °/o schwankte. Die Beiträge sind so ein 
getragen, wie sie als Einnahmen in den einzelnen Verwaltungsberichten 
angegeben sind. Sie umfassen demgemäß nicht nur jährliche Prämien, 
sondern auch die Beiträge für unterjährige und mehrjährige Verträge 
mit Vorauszahlung, da eine Berücksichtigung der nur ganzjährigen Bei 
träge mangels Unterlagen nicht möglich war. Die durch diese Eintragungsart 
entstehenden Ungleichmäßigkeiten werden aber dadurch ausgeglichen, daß 
die Übersicht einen Zeitraum von 10 Jahren umfaßt, und weil es sich 
letzten Endes doch nur um das Verhältnis der aus den Tabellen sich 
ergebenden Zahlen zueinander handelt. 
Prüft man das Verhältnis der Entschädigungen bei den Zwangs 
und Nichtzwaugsanstalten und das Verhältnis der Versicherungsbestände 
beider Kategorien zueinander, so ergibt sich, daß, obgleich der Ver 
sicherungsbestand der Zw.A. fast doppelt so hoch ist wie derjenige der 
N.Zw.A., die absolute Gesamtschäden-Summe der N.Zw.A. im Durch, 
schnitt regelmäßig fast ebenso hoch ist als diejenige der Zw.A. Das ist 
ein weiterer zahlenmäßiger Beweis dafür, daß der Risikenbestand der 
N.Zw.A. im allgenieinen ungünstiger zusammengesetzt sein muß als der 
jenige der Zw.A. 
Vergleicht man die für die Zw.A. und N.Zw.A. getrennt an 
gegebenen Summen und Verhältniszahlen über die Beiträge und Schaden 
zahlungen, so ergibt sich, daß der Nutzwert der Prämien der Zw.A-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.