Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Goldschmiede. 
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^Grlaszenen wittfrauen in seine wirde nicht magk erhalten werden, 
haben dieselbe unsere königl. mayestät aus sonderlicher 
^^gnadung folgenden artickel befreyhett und hin zusetzen laszen, 
"^^Ich von Worten zu Worten also lautendt, dasz wo von diesen 
^2 obgedachten goldtschmiedten einer stirbt und Hese eine ehliche 
frau nach, dieselbe soll die zeit ihres lebens ihres seligen mannes 
geniesen dasz amt unverhinderlich zu gebrauchen und zu gen- 
^i^sen haben, jedoch so sie sich in ihrem wittwenstande ehrlich 
^^thalten würde, da sie sich aber wiederumb befreyen wolte, soll 
einen erlichen gesellen nemen, dar ein ampt mit zufrieden, und 
es auch wirdigk nach laut unsren schrägen und sein meister- 
sambt allen gerechtigkeiten, wie ein ander vor ihm gethan, 
und vollenbringen»; so aber eine stete durch tödtlichen ab- 
losz würde und keine widtfrau nachbliebe, so soll sofern 
^•nes goldschmiedes sohn binnen unser Stadt in unserm ambte 
gebohern [oder gleichfalsz eines goltschmiedesz tochter in unsrem 
^l^pt geboren]* diesellige stete zu genieszen haben, jedoch so ferne 
sich ordentlicher weise befreyen und nach amtsgebrauch unvor 
^^iszlich verhalten und alles, wie sichs eignet und gebüret, \er 
*^*chtet wird nach laut unsers schragens und ambts gerechtigkeit 
20 (iy)4. Es soll sich niemand verdreuszen binnen oder buten 
Stadt Riga zu setzen heimlich oder öffentlich das goldschmide 
zu brauchen, ausbenommen die zwolff goldschmide, so binnen 
in einem beschlossenn ambt sein; sofern aber einer binnen 
Stadt darüber beschlagen würde, sol ihm alles genommen 
'^»■den, und die helfte einem erbaren rade und die ander helfte 
ampt verfallen sein. So jemand aus“ der Stadt beschlagen 
^^de sol gleichfalsz alles dasjenige, so bey ihm gefunden wire 
■ * in der dem Goldschmiedeamte gehörenden jüngeren Abschrift des Schragens 
. ■ '5*2 lautet der Schlusssatz folgendermassen: „So aber eine sc 
msmmm 
haben." 
Die 
zZisIhen Klammern stehenden Worte befinden sich in einer Abschrift 
^i'Psten Schragenbuches der Stadt Riga. 
' I« der jüngere» Abschrift des Schragens v. J. .5«: sieht: ^usserkaH.
	        
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