Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

S-  Wertheimer,  Feuerversicherung  und  andere  Sachschadenversicherungszweige.  75

bei  den  deutschen

bei  den  deutschen  Gegenbei

  den  ausländ.

Aktiengesellschaften

seitigkeitsgesellschaften

Gesellschaften

zusammen

Mk.

Mk.

Mk.

Mk.

1905

64  335

9  775

10  655

84  765

1906

67  911

10  089

10  490

88  490

1907

73637

11639

12  926

98  202

1908

80838

12  342

13016

106196

1909

73  686

12  652

12  889

99  227

Summe

360407

56497

59  976

476  880

Durchschnitt  72  082

11299

11  995

95  376

Von  den  Mk.  188  695  000,—,  welche  die  Feuerversicherungsgesellschaften
don  den  Versicherungsnehmern  im  direkten  deutschen  Geschäft  im  Durchjchnitt
  der  fünf  Jahre  erhielten,  zahlten  sie  also  an  diese  Mk.  18  859  400,—
und  Mk.  95  376  000,—  zurück.
Der  Rest  ist  nicht  etwa  der  Gewinn  der  Gesellschaften,  wie  dies  in
populären  Darstellungen  manchmal  aufgesaßt  wird.  Ganz  abgesehen  von
den  technisch  notwendigen  Erhöhungen  der  Prämien-  und  Schadenreserve,
auf  die  wir  später  noch  eingehen  werden,  müssen  die  Gesellschaften  einen
erheblichen  Teil  der  Prämieneinnahme  zur  Zahlung  von  Steuern  und
Abgaben  und  zur  Deckung  ihrer  Verwaltungskosten  verwenden.  Auch
diese  Beträge  gehören  zu  den  gewaltigen  Summen,  welche  die  Feuerversicherungsgesellschaften
  jährlich  wieder  zur  Verteilung  bringen,  auch
sie  werden  von  den  Gesellschaften  „bewegt"  im  Sinne  der  Ausführungen
in  der  Einleitung.
Was  zunächst  die  Leistungen  der  Gesellschaften  an  Steuern,  öffentlichen ­
  Abgaben  und  Aufwendungen  zu  gemeinnützigen  Zwecken  anlangt,
werden  jährlich  ganz  erhebliche  Beträge  der  Öffentlichkeit  gewidmet.
Insoweit  stellen  eigentlich  die  Versicherungsgesellschaften  nur  Sammelstellen ­
  dar,  die  von  den  Versicherungsnehmern  gewisse  Beträge  einheben,
um  sie  Zwecken  zuzuführen,  für  die  eigentlich  der  Staat  bzw.  Kommunalkörperschaften
  aufzukommen  hätten.  Dabei  können  die  Stempelgebühren,
Staatsgebühren,  Sporteln  und  ähnliche  Abgaben  von  den  einzelnen
Feuerversicherungsverträgen  nicht  berücksichtigt  werden,  weil  sie  in  den
veröffentlichten  Angaben  nicht  enthalten  sind.  Diese  Beträge  werden
übrigens  zum  größten  Teil  von  den  Versicherungsnehmern  mit  der
jeweiligen  Prämie  wieder  eingehoben.  Die  auf  das  deutsche  Geschäft
entfallenden  Leistungen  der  ausländischen  Gesellschaften  sind  in  Anlehnung
°n  die  Verhältnisse  bei  den  deutschen  Gesellschaften  geschätzt,  da  die
Veröffentlichungen  nur  Angaben  für  das  gesamte  Geschäft,  also  unter
            
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