Die Organisation des britischen Weltreichs.
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zugstarif stellt häufig den Abschlag auf einen vorher erhöhten all
gemeinen Tarif dar. Dem Vereinigten Königreich sind trotzdem
allerlei Vorteile zugewandt worden, deren Höhe allerdings schwer
zu schätzen ist. Der Nachlaß an Zöllen auf die im Jahre 1910 aus
dem Mutterlande nach Australien eingeführten Waren betrug
970164 £. Es läßt sich nicht bestimmen, ob dieser Betrag ganz oder
zum Teil eine vermehrte Absatzgelegenheit oder nur einen höheren
Gewinn der mutterländischen Produzenten oder auch eine ent
sprechende Verbilligung für die kolonialen Konsumenten darstellt.
Wahrscheinlich ist nur, daß die kolonialen Zolleingänge um an
nähernd diese Summe vermindert worden sind.
Von seiten der Kolonien ist seit langem betont worden, daß diese
Vorzugsbehandlung für den Verkehr der Kolonien untereinander
und mit dem Reiche von größter Bedeutung sei. Die koloniale
Konferenz von 1902 beschloß daher:
«3. Um den Warenverkehr innerhalb des Reiches zu steigern, ist
es wünschenswert, daß die Kolonien, die noch keine solche Politik
verfolgt haben, soweit ihre Verhältnisse es gestatten, den Erzeug
nissen und Fabrikaten des Vereinigten Königreichs eine gewichtige
Vorzugsbehandlung angedeihen lassen.»
«4. Die Premierminister der Kolonien gestatten sich, Seiner Maje
stät Regierung darauf aufmerksam zu machen, daß es zweckmäßig
wäre, im Vereinigten Königreich den Erzeugnissen der Kolonien
Vorzugsbehandlung angedeihen zu lassen, sei es durch Wegfall
oder Ermäßigung bestehender bzw. zu erhebender Zölle.»
Eine solche Politik ließ sich im Rahmen der bestehenden briti
schen Zollverfassung nur in beschränktem Maße durchführen. Es
wäre möglich, die Tabakzölle, die Teezölle, die Kaffee-, Zucker-,
Kakaozölle, die Weinzölle und Branntweinzölle kolonialen Produkten
gegenüber aufzuheben bzw. zu ermäßigen. Man würde dadurch eine
weitgehende Umwälzung der englischen Finanzen herbeiführen, da
diese Zölle den größten Teil der über 33 000 000 £ betragenden
britischen Zolleinnahmen einbringen. Man könnte also allenfalls die
Eingänge des Vereinigten Königreichs wesentlich verschlechtern,
ohne jedoch den Tochter Völkern viel zu nützen. Die in Frage
kommenden Produkte sind vornehmlich Erzeugnisse tropischer oder
halbtropischer Länder. Man würde bestenfalls einer Anzahl Krön