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Anhang zum XII. Kapitel.
Figur 19 gibt ein vollständiges Bild dieser neun Geldströme im Aus
tausche für Güter, das heißt, von der gesamten „Geldzirkulation“. Diese
neun Ströme sind in dem Diagramm durch neun um das Dreieck gehende
Pfeile dargestellt, von denen sich sechs längs der drei Seiten befinden, welche
die zwischen den Klassen stattfindende Zirkulation darstellen, während die
drei Pfeile an den Ecken (k, a und n) die innerhalb der Klassen statt
findende Zirkulation darstellen. Die übrigen den wagerechten Linien ent
lang gehenden sechs Pfeile stellen natürlich bloße Bankoperationen dar.
Der Gesamtumlauf oder der im Austausch gegen Güter stattfindende Geld
strom (8) ist demnach die Summe der durch die neun Pfeile dargestellten
Größen, nämlich:
(1) S = A k + K a + N k + K n + A n + N a + -k + a + n.
Dies ist eine genaue Formel für den Geldumlauf. Wir wollen dieselbe
nun mit dem ungenauen ersten Näherungswert, nämlich mit dem deponierten
Gelde, plus dem Aufwand der „Nichtdeponenten“, vergleichen. Dieser
Vergleich wird den Fehler des ersten Näherungswertes darstellen und uns
eine Methode zur Umwandlung der genauen Formel (1) in eine für statistische
Verwendung geeignetere Form an die Hand geben. Zunächst müssen wir den
ersten Näherungswert algebraisch ausdrücken. Dies kann durch aufmerk
same Betrachtung der Figur 19 leicht geschehen. Das gesamte deponierte
Geld ist K b + A b + N b , während der Gesamtaufwand der „Nichtdeponen-
ten“ N k + N a ist. Die Summe dieser beiden Ausdrücke wollen wir 8'
nennen. Der algebraische Ausdruck für den ersten Näherungswert ist
demnach:
(2) 8 , =>K b + A^ + N h + N t + N a .
Um den Unterschied, S — S' zwischen der genauen und der annähern
den Formel zu erhalten, subtrahieren wir (2) von (1), indem wir N k und
N a streichen und den negativen Ausdruck zuerst setzen. Wir erhalten so
als Rest (r) das Folgende:
(3) r = S — 8' = — K b — A b — N b -f- A k + K a + K n + A n k -f- a + n.
Daß der Wert von 8 — S' gering ist, kann man durch Verwandlung von (3)
deutlich ersehen. Wir werden ihn mit Hilfe einer anderen, unten darge
stellten Gleichung (4) übertragen. Um diese neue Gleichung abzuleiten,
müssen wir uns eine Abschweifung gestatten. Die neue Gleichung ist ledig
lich eine spezielle Anwendung des allgemeinen Grundsatzes, daß der Netto
abfluß (d. h. Abfluß minus Zufluß) des Inhalts eines Reservoirs gleich sein
muß der Nettoabnahme seines Inhaltes während derselben Zeit, oder