der Kreiskommunalkasse, sondern das Volks- uüd kriegswirtschaft
liche Interesse des Landes sein. Das schließt nicht aus, daß bei den
geschäftlichen Unternehmungen Überschüsse verbleiben. Diese müssen
möglichst wieder zur unmittelbaren und mittelbaren Verbesserung
und Ausbreitung der Sammel- und Erfassungstätigkeit verwendet
werden. Eine mittelbare Förderung auf diesem Gebiete wird auch
in der Verbesserung der Verkehrsgelegenheiten zu erblicken sein."
Diese Grundsätze sind auch in den Gesellschaftsverträgcn fest
gelegt. So heißt es bei der E ck e r n f ö r d e r Kreis-Versorgungs
gesellschaft m. b. H.: „Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich
gemeinnützige Zwecke, jedoch nach Wirtschöst
lich enGrund sähen. Von dem nach Vornahme angemessener
Abschreibungen verbleibenden jährlichen Reingewinn werden
20 v. H. einem Reservefonds zugeführt. Von dem alsdann ver
bleibenden Überschuß erhalten die Gesellschafter eine Vergütung
bis zu 5 v. H. ihrer Stammeinlage. Ein etwa dann noch ver
bleibender Überschuß ist jährlich nach Abschluß des Geschäftsjahres
an den Kreis Eckernförde zur Verwendung für kriegswirtschaft
liche Ausgaben und für gemeinnützige Zwecke zu überweisen. Bei
der Auflösung der Gesellschaft und beim Ausscheiden von Gesell
schaftern können die Gesellschafter, abgesehen von der ihnen nach
Satz 2 dieses Absatzes zustehenden Vergütung, nicht mehr als den
Nennwert ihrer Anteile beanspruchen. Ein etwa verbleibender
Überschuß wird entsprechend Satz 3 dieses Absatzes verwendet."
In diesem Zusammenhange ist noch hervorzuheben, daß im
Falle des Bestehens derartiger privater Rechtsträger für die
Kriegswirtschaft diesen Gesellschaften in der Regel die Führung
derjenigen Wirtschaftsbetriebe (z. B. Fleischereien, Dörr
anlagen usw.) übertragen wovden ist, die der Kreis etwa errichtet
hat, und die im Abschnitt IV kurz behandelt werden.
Um nun eine Vorstellung von der Geschäftsführung
und den Ergebnissen eines Jahres zu geben, sei in
folgendem der erste Geschäftsbericht einer Kreisgenosscnschaft ge
ringeren Umfanges im Osten des Königreichs wiedergegeben:
„Unsere Genossenschaft, unter dem schweren Druck des Krieges
geboren, zu dem Zwecke, nicht nur die Interessen der Mitglieder,
sondern auch vor allem die Interessen der Einwohner des Kreises
nach Möglichkeit zu wahren und die schweren Lasten, welche die
kriegerischen Ereignisse dem Einzelnen aufbürden, erträglicher zu
machen, hat die auf sie gesetzten Hoffnungen voll und ganz erfüllt.
Trotz der infolge der langen Kriegsdauer immer drückender wer
denden Lebensbedingungen ist es uns gelungen, die Bevölkerung