Full text: Berliner Banken

Der Bankbeamte, 
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Angestellten auf den Banken für dauernd und durchaus 
sicher. Aber die großen Bankkrachs und die jetzt über 
wundene Zeit der letzten Krisis haben den Bankangestell 
ten doch mehr und mehr vor Augen geführt, daß sie im 
Grunde genommen das Los aller proletarischen Exi 
stenzen, die Unsicherheit der Lebensführung, teilen. 
Diese Proletarier-Existenz lastet aus den Bank- 
angestellteir beinahe mehr, wie aus dem besseren Hand 
arbeiter. Wenn schon nicht seine bessere Schulbildung, so 
verlangt der Wille seiner Vorgesetzten, daß er in an 
ständiger Kleidung den Dienst versieht. Gr fühlt sich 
verpflichtet, seine Kinder gut erziehen zu lassen, kurzum 
sein Etat ist mit Verpflichtungen aller Art so schwer be 
lastet, daß an Ersparnisse für die Zukunft gar nicht oder 
doch nicht in gewünschtem Maße zu denken ist. Die 
meist üblichen Weihnachts- und Abschluß-Gratiftkationen 
reichen gewöhnlich gerade dazu hin, die größeren Aus 
gaben, die die Saison mit sich bringt, zu decken. Die 
meisten Banken haben deshalb auch Unterstützungs- und 
Pensionskassen eingerichtet. Diese Kassen tragen am 
meisten dazu bei, in die Köpfe der Bankangestellten die 
Fiktion einzuprägen, sie seien Beamte. Aber nur bei 
ganz wenigen Banken ist das Pensionswesen durch feste 
Regel geordnet und unter die Mitwirkung der Beamten 
schaft gestellt. Zn den meisten Instituten dagegen bilden 
die Pensionskassen lediglich Dispositionsfonds, aus denen 
ganz nach Gunst die Direktoren ihre Gaben verteilen 
können. Allmählich beginnt sich in der Angestelltenschaft 
eine Art Gewerkschaftsbewegung zu entfalten, die hoffent 
lich dahin führt, die Pensionsftage, zunächst im Wege der 
statutarischen Vereinbarung, später auch durch die Gesetz 
gebung zu regeln. Wie wichtig eine solche Regelung ist, 
hat erst der jüngst erfolgte Zusammenbruch der Hypo 
thekenbanken gezeigt. Die Beamten jener Banken, die
	        
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