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ist oder nicht. Sie fliegen davon. Sie kommen
mit ihr zu gleicher Zeit in Köln an und steigen mit ihr
in demselben Hotel ab. Am andern Tage, unmittelbar
vor Abfahrt des Dampfbootes, sieht Oppenheim, auf
der Treppe stehend, wie der Bediente der Meyendorff
ihre Gepäckstücke hinausträgt. Er bemerkt, daß der Be
diente auch eine Kassette mit herausbringt, wie man
solche gewöhnlich zur Aufbewahrung von Papieren be
nutzt. Ein unbedachter, unüberlegter Plan steigt rasch
in Oppenheim auf. Da der Diener eben in das Zimmer
zurückgekehrt war, stürzt er sich auf die Kassette, ergreift
sie, und weil er von Aachen keinen Koffer mitgebracht
hatte, worin er sie hätte verstecken können, eilt er in
Mendelssohns Zimmer, damit dieser die Kassette in
seinem Koffer verberge. Dieser ist verblüfft und er
staunt über diesen unsinnigen Streich, will aber seinen
Freund nicht im Stich lassen; da der Bediente wegen
des Verschwindens der Kassette inzwischen schon im
ganzen Hotel Lärm geschlagen, nimmt er sie, um sie
in feinem Koffer zu verstecken, da aber hierin gar kein
Platz mehr war, so ist er genötigt, einige Kleidungs
stücke herauszunehmen und zurückzulassen. Beide reisen
nun nach verschiedenen Richtungen ab. Mendelssohn
hat den Koffer mit der Kassette bei sich. Man fängt
bereits an, im ganzen Hotel eine gründliche Durch
suchung anzustellen, und da nian in Mendelssohns
Zimmer die zurückgelassenen Kleider findet, so schöpft
rnan Verdacht gegen ihn, und er wird verfolgt. Als
Mendelssohn sich auf der Eisenbahn von der Polizei
beobachtet merkt, springt er aus dem Waggon nnb ver
schwindet, indem er den Koffer in, Stiche läßt. Er