wobei dann by als Ursache von ax aufgefaßt wurde, haben wir nun-
mehr eine psychologische Gleichung vor uns, die besagt, daß ax
= by zwei Vorräte mit gleichem Grenznutzen sind.
Innerhalb des Kurvenfeldes OA OB liegen nun zahlreiche
Kurven nach der Art CC’, die ebensoviele interpersonale Tausch-
relationen zwischen den Tauschobjekten Robinsons und Freitags
enthalten, wie Punkte möglich sind. Das über das Grenznutzen-
niveau OA und OB hinausreichende Begehren der Tauschparteien
verläuft entsprechend dem Gossenschen Sättigungsgesetz in ge-
schwungenen Kurven, die sich gegenseitig in irgendeinem Punkte
des Halbbogens CC‘ bzw. eines anderen ihm entsprechenden Bogens
begegnen. Der in der Figur eingezeichnete Schnittpunkt P ist ein
idealer, d. h. er ist willkürlich an eine Stelle gesetzt, in der sich die
Nutzengewinne der beiden Parteien gleich sind. Es kann natürlich
auch jeder beliebige andere Punkt in Frage kommen, jeweils ent-
sprechend der Begehrungsintensität der Tauschenden.
Wir sehen also, daß die Nutzentheorie den Preis zwischen
Robinson und Freitag nur in gewissen Grenzen anzugeben vermag.
Tatsächlich bestimmt sind nur die beiden Grenznutzen von x und
y für jede Tauschpartei. Wo sich die oberhalb der personalen
Grenznutzenniveaus liegenden Schätzungen der beiden Partner
treffen werden, läßt sich nicht angeben.
Um jedes Mißverständnis zu vermeiden, vergegenwärtigen
wir uns die Schätzungsverhältnisse der Partner noch besonders an
einer nur für die einzelne Person geltenden Figur Jevons’1). Auf
das vorliegende Beispiel übertragen würde der Verlauf der
Schätzungen Robinsons so aussehen:
_—— Lie 7.
1) Vgl. Jevons, Die Theorie der politischen Ökonomie, Ausgabe Waentig,
Jena 1924, S. 93.