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eben gar keine tauschenden Nationen, sondern nur tauschende
Märkte, deren Umfang durch die Konkurrenz der Produktions-
faktoren gegeben ist und der schließlich für den allerdings unwahr-
scheinlichen "Fall absoluter Unbeweglichkeit der Produktionsfak-
toren auf das Individuum reduziert werden. kann —, ein „Markt“,
der in Anbetracht der Schumpeterschen Definition des Tausches
als „Veränderung der ökonomischen Quantitäten““*) keineswegs als
solcher unmöglich bzw. undenkbar ist. Dieser „Markt“ allein kennt
feste-Preis-(Wert)größen. Jeder andere Markt hat nur annähernd
bestimmbare Preise.
Worauf wir hinaus wollen ist klar. Die sogenannte Theorie
der internationalen Werte ist Preistheorie schlechthin, und zwar
eine Preistheorie, die vor allem durch die Zahl der Tauschparteien
und nicht nur durch die mehr oder weniger unexakten Aussagen
über die Nutzenschätzungen der Individuen die Preisfrage löst.
Damit scheinen wir unserer obigen?) Behauptung über die Geltung
der neuen Betrachtungsweise auch in den Fällen der beschränkten
Konkurrenz selbst zu widersprechen; denn in ähnlicher Weise wie
bei den Klassikern ist anscheinend hier die Preisfrage nur durch die
Voraussetzung der freien Konkurrenz zu beantworten, da Größe der
Zahl der Tauschparteien und Grad der freien Konkurrenz sich
gegenseitig bedingen.
Die Schwierigkeit wird behoben, wenn wir uns darauf besinnen,
daß wir es mit einer Theorie der Nachfrage zu tun haben, deren
Wirkungsbereich sich zuerst und vor allem auf den Markt der fertigen
Produkte erstreckt. Kostennutzen der Parteien ist hier nicht gleich
Produktionskosten, sondern gleich dem Nutzen der entgangenen
nächsten Verwendung. Es ist also möglich, neben einem preis-
bestimmenden Markte fertiger Güter mit freier Konkurrenz eine
Anzahl von jeweils verschieden großen Produktionsmittelmärkten
anzunehmen, zwischen denen keine Konkurrenz besteht, und wir
haben dann dasjenige, was eigentlich mit der Theorie der inter-
nationalen Werte gemeint ist: eine Preistheorie trotz beschränk-
ter Konkurrenz, eine Preistheorie ohne natürlichen Preis. Selbst-
verständlich ist auch dieser letztere denkbar im Sinne eines Gleich-
gewichts von Grenznutzen und Grenzkosten; das Gleichgewicht ist
aber nicht wesentlich, da es zur Erklärung des Preises nicht ge-
braucht wird. Die neue Betrachtungsweise kann also die freie
ı) Vgl. Schumpeter, Wesen und Hauptinhalt ..., S. 50.
2) Vgl. oben S, 14.