Full text: Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

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sonders interessierenden Fall der ‚„non-competing-groups“ äußert 
sich Schumpeter über die Folgen der mangelnden Beweglichkeit 
der Arbeit!): „Die Folgen bestehen darin, daß der Arbeitsmarkt 
in Teilmärkte zerfällt, und zwar für jeden von diesen das Produktivi- 
tätsgesetz gilt, aber nicht für alle zusammen dieselbe?) Grenz- 
produktivität, ein Umstand, der die dem Begriff des sozialen Grenz- 
produktes zugrunde liegende Realität schwächt und in der Tatsache 
verschieden hoher Lohnsätze für gleich schwierige und gleich un- 
angenehme Arbeit zum Ausdruck kommt ?).““ 
Wir ziehen aus dieser Erkenntnis den Schluß, daß die ideale 
Zurechnung versagt; es bildet sich. eine Art „Rente“, die mit einer 
Differentialrente nichts gemein hat und auch mit dem Gewinn 
einer Nutzenskala nicht vergleichbar ist. Dennoch ist damit das 
allgemeine Erklärungsprinzip nicht ausgeschaltet ®). Abgesehen 
davon, daß die Preise der Produktionsfaktoren als partielle Preise 
vollkommen einheitlich aus dem Nutzenprinzip abgeleitet werden, 
ist auch ihre Beziehung zum Produktpreis zwar abgerissen, jedoch 
keineswegs in Hinsicht auf das Prinzip unerklärt. Wir brauchen 
uns nur zu vergegenwärtigen, daß der Überschuß, der aus der 
Spannung von Produktpreis und Produktionsmittelpreisen folgt, 
seinerseits ein Seltenheitsergebnis ist, das wir als monopoloiden 
Tatbestand begreifen können. Wir rechnen also die Rente der 
relativen Knappheit zu. Wer sie empfängt, läßt sich generell nicht 
feststellen. Je größer die Seltenheit eines oder aller Produktions- 
faktoren bei einer Produktionsmittelkombination, um so mehr 
wird von der Rente durch sie absorbiert. 
Ähnliches gilt nun auch für das wiederholt erwähnte Ertrags- 
gesetz. Fassen wir dieses auf als technische Tatsache, die dem Er- 
trage einer Kombination von Produktionsfaktoren bestimmte 
Grenzen setzt, die, wenn überschritten, die Produktmenge pro 
Einheit der aufgewandten Mittel reduziert, so genügt es, wenn wir 
diesen Tatbestand abnehmender Ergiebigkeit, der sowohl inner- 
halb des Betriebes, wie zwischen verschiedenen Betrieben Geltung 
I) „. .. wobei freilich nicht vergessen werden darf, daß die Folgen dieser Tat- 
sache zum Teil durch die Beweglichkeit des Kapitals wieder gut gemacht werden.“ 
Das Grundprinzip in der Verteilungslehre (S chumpetenr). Arch. f. Soz.-Wiss., 
42. Bd., S. 64. 
2) Gesperrt von Schumpeter. 
3) Vgl. unten S. 67. 
"J
	        
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