AO DU
hat, vor allem in der uns interessierenden letzteren Erscheinungs-
form als relative Seltenheit, die natürlich den Gesamtwert der
Kombination beeinflußt, kennzeichnen. Im allgemeinen dürfte
wohl dieser Seltenheitswert der Kombination als ganzer zugerechnet
werden, so daß er also nicht im Preise des einzelnen Produktions-
faktors zum Ausdruck kommt. In diesem Falle läge dann eben-
falls eine Art „Rente“ vor, die dem diskontinuierlichen Verlauf
der Produktivitätsgrenze der einzelnen Betriebe entsprechen würde.
Wir müssen hier jedoch genau unterscheiden: es gibt viererlei
Möglichkeiten der Produktionskostenveränderungen.
I. Die Nachfrage steigt — die angebotenen Mengen an Pro-
duktionsfaktoren bleiben dieselben.
2. Die Nachfrage steigt — die angebotenen Mengen an Pro-
duktionsfaktoren werden entsprechend vermehrt. Voraussetzung
ist eine Veränderung der Konkurrenzverhältnisse zwischen den
partiellen Märkten derselben.
3. Veränderung der Ergiebigkeit der Kombination als solcher.
ı Veränderung der Ergiebigkeit eines der Faktoren inner-
halb der Kombinationen.
3. und 4. sind technische Tatbestände.
3. entspricht dem eben genannten Rentenfall, 4. wird
die Grenzproduktivität des ergiebiger gewordenen Produktions-
faktors verändern, also dem Faktor selbst zugerechnet werden
müssen.
I. und 2. sind Konkurrenzfälle.
I. entspricht dann unserem Rentenfalle der beschränkten
Konkurrenz, wenn die angebotenen Mengen keine gemeinsame
Grenzproduktivität haben, also in diskontinuierliche Teilmengen
zerfallen. 2. ist der Fall freier Konkurrenz.
Alle vier Fälle aber sind Werterscheinungen, lassen sich
also einheitlich begründen, auch wenn die Interdependenz
zwischen Produktpreis und Kostenpreis mangels einer kon-
tinuierlichen Produktivitätsskala abgerissen sein sollte.
Blicken wir nunmehr auf unsere obigen Feststellungen über
die Analogie zwischen internationalem und interpersonalem Tausch
zurück, so können wir jetzt die dort erwähnte graduelle Unter-
scheidung zwischen diesen beiden Tauschvorgängen noch genauer
definieren.