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Um dies einzusehen, haben wir allerdings etwas nachzuholen
bzw. zu berichtigen. Schon oben bei Erörterung der Verteilungslehre
der Nutzentheorie haben wir nämlich die Beobachtung
gemacht, daß das eigentliche Nutzenprinzip, d. i. jene alleinige
Kausalität des subjektiven Wertes, im Falle beschränkter Konkurrenz
der Produktionsfaktoren versagte, und zwar infolge der
Störung der Zurechnung. Schon dort behaupteten wir, daß trotzdem
das Prinzip als solches nicht hinfällig geworden sei und benutzten
zum Beweise eine allgemeinere Formulierung desselben
im Sinne der relativen Seltenheit, bzw. wie wir in der Terminologie
Cassels auch sagen können: der Knappheit. Lassen wir also die
Wertfunktionen der tauschenden Subjekte beiseite, verzichten wir
auf jede Form eines, wenn auch nur „methodologischen Individualismus“,
so bleibt uns dennoch die Funktion Menge-Nachfrage, aus
der sich das Prinzip der Knappheit ableitet und aus der im Ergebnis
dasselbe Bild des Zusammenhanges folgt, das wir schon
in der Nutzentheorie vorgefunden haben. Unterstellen wir freie
Konkurrenz, so haben wir die ungestörte Interdependenz aller
für das System relevanten Größen — eine Interdependenz, die
vom Standpunkt der subjektiven Wertlehre so viel bedeutet wie
die durchgängige Wirksamkeit des Wertkalküls. Ist die Interdependenz
durch Konkurrenzhemmungen stellenweise unterbrochen,
besonders dort, wo der Zusammenhang der Produktionsmittelund
Konsummärkte in Frage steht, so wird die Wertrechnung unbrauchbar
%).
Wenn wir, wie gesagt, dennoch behaupteten, daß das Prinzip
der Nutzentheorie dadurch nicht berührt werde, so standen wir
also dort schon auf dem Boden einer Interpretation desselben,
die ihre substantiell-psychologische Form nicht für ein ihr wesentliches
Merkmal hält, vielmehr allein die Funktion Menge-Nachı)
Vgl. Schumpeter, „Edgeworth und die neue Wirtschaftstheorie‘“, Weltw.
Arch., 22. Bd., 2. Heft, 1925, besonders S. 195. Was Edgeworth beweist, „kommt
darauf hinaus, daß die ökonomische Theorie unter heutigen Verhältnissen die Preisfestsetzung
und Einkommensbildung in sehr vielen Fällen nicht mehr aus sich heraus zu
erklären vermag, und der Kausalzusammenhang, der in der Konkurrenzwirtschaft wirklich
von fast naturgesetzlicher Stringenz war, sich mehr und mehr zu lockern und willkürlichen
Gestaltungen Raum zu bieten tendiert, deren Untersuchung neue Methoden und
neue Gesichtspunkte erfordert.‘
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